Wer selbst einen Garten hat, ist immer daran interessiert, wie Andere ihre Anwesen gestaltet haben. " Ich bin deswegen immer auf der Suche nach Ideen, was man besser machen kann", sagt Arno Bauerschmidt. Gestern, beim "Tag der offenen Gartentür in Himmelkron und Gösserneuth, hatte der Stadtsteinacher dazu reichlich Gelegenheit. Begeistert zeigte er sich vom Grundstück der Familie Tischer: "Der Garten ist sehr gepflegt und in viele Bereiche eingeteilt. Das ist aber auch sehr arbeitsintensiv."

Die Gewitterfront war während der Nacht zum Glück über die Kulmbacher Region hinweggezogen. Als die Gartenfreunde am Sonntagmorgen in Scharen zum "Tag der offenen Gartentür" strömten, lachte die Sonne. Die Veranstaltung ist nach wie vor ein großes gartenbauliches Event. Sie wurde gestern vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverein Himmelkron im Kernort und im Ortsteil Gössenreuth ausgerichtet.

Premiere im Pfarrgarten

Kreisvorsitzender Günter Reif wies bei der Eröffnung auf eine Premiere hin: "Zum ersten Mal sind wir in einem Pfarrgarten. Das ist etwas ganz Tolles, denn das Dreigestirn Pfarrer, Dorfschullehrer und Bürgermeister waren die treibenden Kräfte in den Anfängen des Gartenbaus. Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die ersten Vereine gegründet wurden und unsere ganze Organisation aufgebaut wurde."

Früher lag freilich alle Kraft und Liebe noch auf dem Obstbau, aber das hat sich nach den Worten des Kreisvorsitzenden mittlerweile ein wenig geändert: "Aber auch hier im Pfarrgarten stehen alte und auch neue Obstbäume, der Tradition folgend."

"Kulmbach war Vorreiter"

Landrat Klaus Peter Söllner (FW) stellte fest, dass der Kulmbacher Kreisverband der Vorreiter für den "Tag der offenen Gartentür" in Oberfranken war. Der damalige Kreisfachberater Paul Späth habe diese Veranstaltung vor vielen Jahren initiiert, die anderen Kreisverbände hätten dann nachgezogen. "Auch Späths Nachfolger Friedhelm Haun sei in Sachen Gartenbau gut unterwegs. "Er ist das Scharnier zwischen dem Kreisverband und den Kommunen und leistet bei uns im Landratsamt eine hervorragende Arbeit."

Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) freute sich über die große Resonanz im Pfarrgarten. "Sie haben viel Zeit, Arbeit und Liebe investiert, um den Pfarrgarten heute so erstrahlen zu lassen", bescheinigte er Pfarrer Michael Krug und seiner Frau Sabine.

Vorsitzender Wolfgang Sack verwies darauf, dass der Gartenbau- und Verschönerungsverein vom Bauerngarten in Gössenreuth bis hin zum Kräutergarten im Schlossgarten Einiges zu bieten habe. Auch der Mehrgenerationen-Garten in der Maintalstraße mit angegliedertem Gemüsegarten war dabei.

In der Markgrafenstraße war der Garten der Eheleute Bächer zu bewundern, in der Ringstraße hatten Erwin und Inge Tischer ihre Pforten geöffnet und präsentierten ihre Pfirsichplantage sowie den Gartenteich.

Kreisfachberater Friedhelm Haun bescheinigte den Gartenbesitzern, sich sehr viel Mühe gegeben zu haben.