"Es ist schön, nach langer Pause die alten Freunde wieder zu sehen", sagt er am Himmelfahrtstag, als die Veranstaltung nach neunjähriger Pause wieder viele Gäste in den Neudrossenfelder Ortsteil lockt. "Trotz der 900 Kilometer lohnt es sich, zu kommen", betont Gabor und fügt noch an: "Ich mag die Oberfranken und vor allem die wunderschöne Landschaft. Im Forst und in der Fränkischen Schweiz bin ich schon oft gewandert."
Der Mann, dessen Stand mit Siebenbürgener Keramik ein Blickfang ist, hat mit seiner Kunst auch schon auf dem Bayreuther Mittelaltermarkt auf sich aufmerksam gemacht.

Der Auftakt des 9. ungarischen Volkskunstmarkts im Hof der Gastwirtschaft "Piroska Csarda" war verheißungsvoll. Die etwas kühlen Temperaturen wurden durch ungarisches Temperament aufgeheizt, das Trio "rms" spielte feurige Zigeunerweisen, und zwei Tanzpaare wirbelten wie wild über das Podium in ihren bunten Kostümen. Mit ihren ausschließlich selbst gefertigten Erzeugnissen zeigen Handwerker aus dem Land der Magyaren einen Querschnitt aus ihrem Schaffen. Sie sind noch bis Sonntag zusammen mit der Musik und den Tänzern präsent.
Erfreut, dass es den Volkskunstmarkt nach neunjähriger Pause wieder gibt, ist Bürgermeister Dieter Schaar (FW). Das komme der Kommune entgegen, die vielfältige europäische Aktivitäten vorweisen könne. Schaar verweist besonders auf die Verbindungen zu Sopron in Ungarn, die Anfang der 90-er-Jahre entstanden sind. Es sei ein Glücksfall gewesen, dass Janos Piroska damals die Gastwirtschaft übernommen habe, sein Sohn Peter mit Ehefrau Agnes sie jetzt seit einem Jahr wieder offen halte und ungarische Kultur und Lebensfreude aufleben lasse. Den Volkskunstmarkt nennt Schaar einen weiteren Baustein zur Vertiefung der internationalen Beziehungen.
Als Dankeschön überreichten Schaar und Landrat Klaus Peter Söllner dem Gastronomen ein Gemeindewappen aus Glas.