Die Fahrten zu den Fußballspielen des FC Bayern und des FC Nürnberg haben Gerhard Herold immer besonders viel Spaß gemacht. Weil er selbst leidenschaftlicher Fußball-Fan ist und stets mit ins Stadion ging. Weil er selbst gerne gespielt und 600 Spiele für den TSC Mainleus bestritten hat. Und weil er sich über das Benehmen der Fans bei den Fahrten nicht beklagen kann. "Da kann man nichts sagen, ich musste nie schimpfen."

Schon zu beginn seiner Busfahrer-Laufbahn 1973 war der Fußball ein prägender Bestandteil. "Das war die Hauptzeit des FC Bayern München. Da sind wir jeden zweiten Mittwoch mit zwei, drei Bussen zu einem Europapokalspiel gefahren", erinnert sich der heute 63-Jährige. Auch nach Wien, Paris und Budapest fuhr er die Fans zu Spielen. Selbst für die Bayerische Rundschau saß er schon am Steuer - bei den Leserfahrten zu Club-Heimspielen. "Da war der Bus immer voll."

Fahrzeuge spielten schon immer eine zentrale Rolle im Leben von Gerhard Herold. Beim Bosch-Dienst in Kulmbach lernte er den Beruf des Autoelektrikers. Bei der Firma Kies-Wagner arbeitete er in der Werkstatt und als Lkw-Fahrer, bis er zum Omnibusbetrieb Schuster nach Schwarzach kam.

Da war sein Wirkungskreis zunächst etwas begrenzt. Denn 1973 gab es noch die Regel, dass ein Omnibusfahrer zwei Jahre Lkw gefahren sein musste, ehe er weitere Strecken mit dem Bus zurücklegen durfte. Für Herold galt damit eine Umkreisbegrenzung von 50 Kilometer. Für ihn war das kein Problem: "Ich wollte sowieso nur in die Werkstatt und die Schulbusse fahren." Doch dann wurde diese Regelung aufgehoben. Das bedeutete: freie Fahrt.

Ab dann war Herold mit den Schuster-Bussen viel unterwegs: in Italien, Spanien, Frankreich und vielen weiteren Ländern Europas. "Nur in Holland war ich nie."

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