Schnelltests werden nun ausschließlich im Schnelltestzentrum am Rot-Kreuz-Platz 1 abgenommen, während die Teststation in der Flessastraße nur PCR-Tests vornimmt. Zwar stehen damit mehr Kapazitäten zur Verfügung, es entsteht aber auch Aufklärungsbedarf. Landratsamt und BRK beantworten die wichtigsten Fragen.

Was steckt hinter der neuerlichen Aufteilung?

"Die Teststrategie wurde seitens des Bundes seit Oktober mehrfach geändert", erklärt der Leiter des Krisenstabs, Oliver Hempfling. Seitdem Schnelltests seit 12. November wieder für jedermann kostenlos sind, ist die Zahl der Testungen laut Landratsamt in die Höhe geschnellt. Mit der Reaktivierung der BRK-Teststelle wurden nun zusätzliche Testmöglichkeiten geschaffen. "Aktuell sind bis zu 1000 Tests pro Tag möglich."

Außerdem habe man auf die neue Virus-Variante Omikron reagieren müssen. "Durch die Aufteilung werden freie Kapazitäten in der Flessastraße für PCR-Tests geschaffen", so Hempfling.

Was bedeutet die Aufteilung für die Testwilligen?

Zunächst geht es um die Wahl der richtigen Teststation. "Leider kommt es momentan ab und zu noch zu Verwechslungen bei den Testwilligen", so Hempfling, der nochmals betont: "Schnelltests werden in der Flessastraße nicht mehr abgenommen, sondern nur noch beim BRK oder bei anderen Anbietern wie zum Beispiel Apotheken."

Welche Unterschiede gibt es zwischen einem Schnelltest und einem PCR-Test?

Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, wer welchen Test bekommt. Während Schnelltests nun wieder für jedermann kostenlos möglich sind, gilt dies für PCR-Testungen nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein Anspruch auf einen PCR-Test besteht in folgenden Fällen: Es liegt ein positives (Schnell-) Testergebnis vor, das bestätigt werden muss; das Gesundheitsamt ordnet den Test an (Kontaktpersonen); nach einem Warnhinweis der Corona-Warn-App; Freitestungen nach der Isolation; Testungen von Schwangeren und Personen mit medizinischer Kontraindikation; Testungen von Beschäftigten von Einrichtungen der Pflege und für Menschen mit Behinderung.

Wie wird der Anspruch auf einen PCR-Test belegt?

"Das kommt auf die Art des Anspruchs an", erklärt Yves Wächter, der für die Testzentren des Landkreises verantwortlich ist. Dies erfolge etwa durch einen Nachweis des Gesundheitsamts, wenn jemand als Kontaktperson gilt. Gehe es um einen Bestätigungstest, könne der Anspruch über die positive Testkassette, die mitgebracht wird, oder durch eine Bestätigung des Arbeitgebers (bei einer betrieblichen Testung) belegt werden.

Was müssen die Bürger noch beachten?

"Die Bürgerinnen und Bürger können helfen, lange Wartezeiten zu vermeiden", betonen die Verantwortlichen von Landkreis und BRK. Es sei wichtig, alle notwendigen Daten bereits vorher zu erfassen und dann zum Test mitzubringen. "Ein Schnelltest beim BRK geht dann schnell, wenn vorab ein QR-Code erstellt wird", erklärt Maximilian Türk, Katastrophenschutzbeauftragter des BRK. Dieser könne ausgedruckt mitgebracht werden oder auf dem Handy oder Tablet gespeichert sein. Den Code könne man dann auch immer wieder verwenden. Den Link zum QR-Code findet man unter: https://meintest.brk.de/quick.

Auch für einen PCR-Test benötigt man einen QR-Code, der im Vorfeld erstellt werden sollte. "Leider brauchen wir für den PCR-Test aber einen anderen QR-Code als für den Schnelltest. Dieser ist zudem nur einmal gültig, muss also für jeden Test immer wieder neu erstellt werden", erläutert Yves Wächter. Den PCR-QR-Code erhält man unter: https://covidtestbayern.sampletracker.eu/.

Für beide Abstrichstellen muss ein Ausweis oder Pass-Ersatzpapier (mit Bild) mitgebracht werden. "Leider kommt es immer wieder vor, dass wir Wartende kurz vor der Testung aus der Reihe nehmen müssen, da Unterlagen fehlen", so Türk.

Wie sind die Öffnungszeiten?

Die Teststrecke in der Flessastraße ist von Montag bis Freitag von 10 bis 11 Uhr geöffnet. Am Rot-Kreuz-Platz werden Tests von Montag bis Freitag von 6.30 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 19 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 8 bis 11 Uhr abgenommen. Termine sind nicht erforderlich.