Herr Schwalbach, als neuer Vorsitzender des FAC übernehmen Sie ein beeindruckendes Erbe....
Mike Schwalbach: Dessen bin ich mir bewusst. Die unzähligen Aktivitäten, zahllosen Titel und Meisterschaften des FAC nötigen mir Respekt ab. Sie sind Ansporn und Verpflichtung zugleich, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

Welche Vorstellungen haben Sie dazu?

Meine Devise ist: Gutes Bewahren, aber auch Neues wagen. Ich setze wie mein Vorgänger auf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Landkreis Kulmbach und den Gemeinden. Die Präsentation unserer Heimat mittels Ausstellungen wird ein wichtiger Punkt im Vereinsleben bleiben. Weiter auch die Expositionen im Einkaufscenter "Fritz". Und natürlich möchte ich den Rahmen dafür bereitstellen, dass unsere Mitglieder weiterhin auf künstlerischem Gebiet erfolgreich sein können.

Und was schwebt Ihnen an Neuem vor?

Zunächst einmal gilt es, die wirtschaftliche Zukunft unseres Vereins zu sichern. Bedeutsam ist es auch, unseren Verein mittels der Neuen Medien präsenter zu machen. Internet, Facebook - all das wird eine Rolle spielen. Ausweiten möchte ich aber auch unser Angebot. Wir haben wirklich hochkarätige Leute in unserem Verein. Da bietet es sich an, Workshops zu veranstalten. So wollen wir den fotografischen Nachwuchs fördern und unser Aktiven-Team verstärken.

Eine umfangreiche Agenda. Einer allein kann das doch gar nicht schultern. Oder?

Ich bin zwar der Vorsitzende, aber ich bin nicht allein. Ich setze auf ein gutes Miteinander. Auf Zusammenarbeit. Aber auch auf Demokratie. Ich möchte den Verein nach demokratischen Grundsätzen führen. Meinungsbildung auf breiter Basis und Transparenz liegen mir am Herzen. Es gibt keine Entscheidungen nach Gutsherren-Art, jeder soll mitbestimmen können und informiert sein.

Das sagt der Vorsitzende. Was aber macht den Fotografen Mike Schwalbach aus: Fotografie- was bedeutet das für Sie?

Ein faszinierendes Medium. Schon mit 17 Jahren kam ich damit in Berührung. Ein Kumpel lieh mir seine Kamera. In St. Peter Ording machte ich Fotos vom Strand. Da wurde ich infiziert mit dem Foto-Virus. Danach ging es Schritt für Schritt weiter. Der Durchbruch kam mit Einführung der digitalen Technik. Ich bearbeite meine Fotos am PC, beliefere auch mal Bildagenturen. Gefreut hat mich besonders mein Ergebnis bei der Bezirks-Fotoschau: Bei sechs Einreichungen hatte ich fünf Annahmen.