Als sein Sohn Martin (heute 36 Jahre alt und im Kultusministerium als Oberstu dienrat tätig) in die Pestalozzischule kam, ist sein Vater Hans Dieter Pöhner in den Förderverein eingetreten. "Aber erst im zweiten Jahr", erinnert sich der Senior, der seit 1985 der Institution angehört und über 28 Jahre deren Vorsitzender war.

Den Förderverein zu unterstützen, das ist für Hans Dieter Pöhner eine Lebensaufgabe. Auch mit 73 Jahren engagiert er sich noch unermüdlich und kann sich darüber freuen, dass der Kreis in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern kann. "Ein halbes Jahrhundert - das ist eine große Leistung. In dieser Zeit ist viel erreicht worden", stellt Pöhner fest. Dass er sich auch heute noch kümmert, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.
"Ich hatte als Personalleiter bei der Spinnerei und durch meine Ehrenämter immer mit jungen Menschen zu tun", sagt der Mann, der sich noch gut an die Zeit erinnern kann, als er Mitglied geworden ist. "Da hat man mehr Geld für Putzmittel ausgegeben als für die dringend nötigen Lehr- und Lernmittel."

Die Wunschliste des Schulleiters

Anfang des Jahres seien die Vertreter des Fördervereins damals zu den Schulleitern gegangen und hätten eine Wunschliste verlangt. Er habe das, "was machbar war", beschafft. Er sei in Kulmbach "betteln" gegangen, habe ein großes Netzwerk angezapft. "Fast nie habe ich mir Absagen eingehandelt." Ob Musik- oder Physikgerätschaften, Ausstattung für die Lernwerkstatt oder mal ein Whiteboard - vieles habe der Verein so der Schule zu Verfügung stellen können. "Wenn ich nicht gewesen wäre, wäre es manchmal mit dem Fördererverein nicht weiter gegangen", sagt Pöhner, der weiß, dass dieser auch heute noch wichtig ist. "Ich kann nur an alle Eltern appellieren, wenigstens während der Schulzeit ihrer Kinder den Verein zu unterstützen. Am besten aber auch darüber hinaus."

Er selbst hat viele Initiativen mit getragen. So berichtet er davon, dass 1986 zum ersten Mal ein Schulfest über die Bühne gegangen ist. Der Verein habe die Arbeit im früheren Schulgarten gefördert, dem musischen Bereich bei der Ausstattung unter die Arme gegriffen. "Der Verein hat sich für ein gesundes Frühstück und für Ernährungsberatung schon vor Jahrzehnten stark gemacht." Vor wenigen Wochen sei es gelungen, ein Klettergerüst aufzustellen: "Denn Bewegung ist für die Schüler immens wichtig."

Für offene Unterrichtsformen

Von der Stadt bekomme die Schule Mittel zugewiesen, die für die normale Ausstattung bestimmt seien. Um alles, was darüber hinausgehe, kümmere sich der Förderverein. So sei auch um digitale Tafeln und Spielgeräte. Das ist wichtig", sagt der heutige Vorsitzende Frank Schneider. Ihm liegen offene Unterrichtsformen am Herzen. Und die Materialien, die man dazu benötige, seien nicht immer billig. Der Verein ermögliche es auch, dass die Schüler einen kostenlosen Theaterbesuch genießen können, und finanziere den Jahresbericht, so Schneider.

Ob er so lange Vorsitzender bleiben wird wie Hans Dieter Pöhner? "Wenn kein Kind mehr von mir in der Schule ist, werde ich das Amt sicher wieder abgeben. Ich sehe darin keine Lebensaufgabe", gibt er offen zu.
Für Hans Dieter Pöhner ist es eine Lebensaufgabe. Und so wurde sein Wirken am Dienstag Abend bei der 50-Jahr-Feier ausgiebig gewürdigt. Das Jubiläum wurde mit einem Tag der Hausmusik gefeiert, für den die Kinder eifrig geübt hatten.