Oberbürgermeister Henry Schramm bezeichnete die Übergabe des neuen Feuerwehrautos als einen wunderbaren Tag für die Feuerwehr Melkendorf und die Bürger des Kulmbacher Stadtsteils: "Die Feuerwehr hatte ja schon bisher ein Einsatzfahrzeug, das 1990 erstmals zugelassen und 1995/96 zum Tragkraftspritzenfahrzeug umgebaut wurde. Es hat seit dieser Zeit seinen Dienst getan." 2012 stellte die Melkendorfer Wehr dann einen Antrag an die Stadt Kulmbach auf Ersatzbeschaffung und Melkendorf hatte sich eingereiht in eine ganze Anzahl von Feuerwehren.
Schramm betonte, dass in den vergangenen Jahren verschiedene Fahrzeuge in den Dienst gestellt wurdenn. "Angefangen haben wir 2009 mit einem Mehrzweckfahrzeug mit Atem- und Strahlenschutz für die Freiwillige Feuerwehr Kulmbach, und wir werden 2017 auch noch einen neuen Kommandowagen anschaffen, den wir vielleicht schon in diesem Jahr ausgeliefert bekommen.
Da hat sich einiges aufsummiert, das sind Millionenbeträge, die wir nur allein in diese Ausrüstung unserer Feuerwehren gesteckt haben, unabhängig davon, was die Stadt das ganze Jahr über für die Feuerwehren bereitstellt."
Der Feuerwehretat betrage allein für 2016 fast 850 000 Euro. Geld, das invbestiert wird, so Schramm, "damit die Bürger darauf vertrauen können: Wenn es brennt oder ein Unfall ist, dass auch jemand kommt und hilft." An die Melkendorfer Wehrleute gerichtet sagte er: "Ich wünsche euch, dass ihr viel damit üben könnt und ich wünsche euch, dass ihr dadurch auch den einen oder anderen Jugendlichen für die Feuerwehr begeistern könnt, weil das auch ganz wichtig ist, dass solche Organisationen Nachwuchs bekommen."
Stellvertretender Kommandant Fritz Zimmermann ging auf die technischen Daten des neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges mit dem Rufnamen "Florian Melkendorf 44/1" ein, dabei stellte er die Sicherheit und den Eigenschutz im Feuerwehrdienst besonders heraus: "Uns war schon Ende der 90-iger Jahre bewusst, dass unser Fahrzeug in Sachen Handhabung und Fahrdynamik mächtig Schwierigkeiten macht." Nicht selten musste das Fahrzeug auch angeschoben werden, aus Gewichtsgründen durfte keine Besatzung mitfahren. "Ein geregelter Einsatz war mit dem Fahrzeug nicht mehr möglich, zumal auch die technische Sicherheit nicht mehr auf dem neuesten Stand war." Zudem hat sich nach den Worten des stellvertretenden Kommandanten im Laufe der Jahre auch das Einsatzspektrum erweitert. "Die Anschaffung des Fahrzeuges mit fast 100 000 Euro ist bestimmt kein hinausgeschmissenes Geld, sondern sie war für den Feuerschutz ganz wichtig. Damit sind wir auch wiederum in der Lage, unsere Anforderungen zu erfüllen, nämlich Menschenleben zu retten, Sachwerte schützen und zu erhalten."
Stadtrat Thorsten Grampp bezeichnete in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Feuerwehr Melkendorf die Übergabe des Fahrzeuges und auch den damit verbundenen Festtag als ein historisches Ereignis: "Wir sind mit dem neuen Fahrzeug nun bestens für kommende Einsätze gewappnet."
Die Reihe der Grußworte eröffnete Landrat Klaus Peter Söllner, der auch ein Geldgeschenk der Sparkasse Kulmbach-Kronach übergab: "Das ist eine wunderschöne Übergabe, Respekt und Anerkennung. Die Sache der Feuerwehr genießt in der Stadt Kulmbach einen hohen Stellenwert." Daneben gratulierten noch MdL Martin Schöffel, Stadtrat Ingo Lehmann, Stadtrat Lothar Seyfferth für die Melkendorfer Ortsvereine und Kreisbrandinspektor Tom Limmer. Pfarrer Klaus Spyra spendete den christlichen Segen für das neue Gefährt.