Reinald Kolb ist Franke durch und durch. Da ist es für ihn keine Frage, dass er seine Gesinnung mit einem Fahnenmast im Garten öffentlich kundtut. Passen muss der 58-jährige Stadtsteinacher allerdings wie viele andere Fahnenliebhaber auch, wenn es um Detailfragen der Handhabung geht.
Darf man die Deutschland-Fahne nach dem Tod eines geschätzten Nachbarn auf Halbmast setzen? Können mehrere Flaggen gleichzeitig an einem Mast im Wind wehen? Oder darf ein Stadtsteinacher, der inzwischen in Kulmbach wohnt, einfach die Fahne seiner Geburtsstadt zu Füßen der Plassenburg aufziehen?
Fragen über die Fragen, die gerade jetzt im Frühling, wenn die neue Flaggensaison beginnt, immer wieder auftauchen. Und gar nicht so leicht zu beantworten sind, wie Reinald Kolb bestätigt.

Ehrensache


Drei Jahre werden es im Juli, dass im Garten des Stadtsteinachers ein Fahnenmast steht, den er je nach Anlass passend bestückt: Bei sportlichen Ereignissen von nationaler Bedeutung weht die Bundesflagge. Gibt es in Stadtsteinach etwas Besonderes zu feiern, zieht Kolb die gelb-schwarze Stadtfahne auf. Und für den täglichen Gebrauch flattert im Kolbschen Garten natürlich die Frankenfahne. Für den Sprecher des Franken-Stammtisches in Stadtsteinach Ehrensache.
Rüdiger Köhler, geschäftsleitender Beamter am Landratsamt in Kulmbach, kennt sich aus mit mit dem "Recht an der eigenen Fahne". Nach seinen Worten ist die Handhabung im Privaten relativ unkompliziert - sofern auf den Fahnen keine Stadt- oder Gemeindewappen verwendet werden.

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