Am Samstagnachmittag um 14 Uhr heulten die Sirenen in den nördlichen Ortteilen der Großen Kreisstadt Kulmbach. Zum Auftakt der Feuerwehr-Aktionswoche im Landkreis Kulmbach war ein Brand des landwirtschaftlichen Anwesens von Wolfgang Passing in Oberdornlach angenommen. Fünf Wehren rückten mit rund 60 Aktiven zu der Alarmübung aus. Die Einsatzleitung oblag dem heimischen Kommandanten Detlef Held.
Die Wehr aus Oberdornlach war schon nach Minuten am Einsatzort, lag der fiktive Brandherd doch nur wenige Meter vom Gerätehaus entfernt. Die Ortswehr nahm mit Wasser aus dem Löschbehälter die Bekämpfung der "brennenden Halle" in Angriff.

Im Minutenabstand trafen die Wehren aus Unterdornlach, Höferänger, Lösau und Kirchleus ein. Diese bauten in Windeseile eine 450 Meter lange Förderstrecke vom Löschweiher im Grund zum Betrieb Passing auf.
Eine zweite, 200 Meter lange Förderstrecke wurde vom Unterflurhydranten den Berg hinauf gelegt. Nach 25 Minuten gab Detlef Held das Kommando "Wasser halt". Die Übung war beendet, der "Brand" gelöscht. Die fünf Wehren konnten die Schläuche und die Förderpumpen wieder in ihre Fahrzeuge verladen.

Die Manöverkritik

Bei der abschließenden Manöverkritik im Feststadel bedankte sich Kreisbrandmeister Jürgen Hochgesang bei den Wehrleuten für ihren Einsatz. Hochgesang hatte die Übung zusammen mit Kulmbacher Verwaltungsrat für Feuerwehren, Edi Trapper, verfolgt hatte. "Ich bin zufrieden mit dem Übungsablauf", sagte der Einsatzleiter und Oberdornlacher Kommandant Detlef Held, der zufrieden mit dem Auftakt der Feuerwehr-Aktionswoche war. Das erforderliche Löschwasser habe schnell am "brennenden Gebäude" zur Verfügung gestanden, sagte Held in seinem Fazit.

Eine weitere Übung zur Feuerwehr-Aktionswoche fand in Melkendorf statt. Dort wurde ein "Wohnhausbrand" in der Maingasse 10 bekämpft.