Sie waren selbst bei der Bundeswehr?
Michael Ries: Ja, ich war natürlich bei der Bundeswehr und bin seit 27 Jahren Reservist. Und dann war ich ein Jahr in Ingolstadt Familienbetreuer.

Was versteht man darunter?

Ries: Die Soldaten, die heute in den Auslandseinsatz gehen, leben heute ja nicht mehr in der Nähe der Kaserne. Deshalb gibt es in Deutschland 31 Familienzentren - so verteilt, dass alle gut erreichbar sind.

Und was ist die Aufgabe eines Familienbetreuers?
Ries: Es geht darum, die Familien, die Frauen, die Kinder und die Mütter, zu begleiten. Man bietet mindestens ein Mal im Monat eine Veranstaltung an, aber man ist auch für die Menschen da. Und man wird mit vielen Ängsten, mit Schrecken, mit Depressionen konfrontiert. Es geht immer darum, dass man ein Ohr hat.

Info:

Am Freitag, 2. März, um 19.30 Uhr, informiert Michael Ries bei einer Veranstaltung der Reservistenkameradschaft über "Auswirkung des Afghanistaneinsatzes auf die Familie" im Gasthof "Zum Berghof".

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Montagsausgabe der Bayerischen Rundschau.