Wir zogen vorbei, einige schrien noch nach Hilfe, aber von uns hatte sich keiner getraut, hinzugehen, um zu helfen."

Das Pfingstfest 1945 verbrachte der Treck aus Daupe bei den Russen auf einer großen sumpfigen Wiese. Schikanen waren ständig an der Tagesordnung: "Der Deutsche war sowohl den Russen als auch den Tschechen verhasst, und hier hatte es dann auch irgendwann geheißen: Rette sich, wer kann. Es wurde uns alles abgenommen. Von hier aus ging es zu Fuß weiter. Wir Kinder hatten unsere Schulranzen mit Strümpfen und Kleidungsstücken auf dem Rücken, und auch die wurden uns unterwegs genommen."

Aber einen Glücksmoment vergisst Erwin Beschnitt bis heute nicht: "Auf einem Feld lag ein funkelnagelneuer Lederfußball. "Den habe ich dann nach Neuenmarkt mitgebracht. Wir wohnten damals in der Baracke am Bahnhof und spielten mit den Neuenmarkter Jungs Fußball.