Ein sehr markantes Anwesen in Kulmbach ist das Haus mit der Nummer 33 in der Oberen Stadt. Bei späteren Entdeckertouren werden wir noch mehrere interessante Details dieses Kanzleigebäudes vorstellen.

Immer wieder stehen Gäste vor dem imposanten Erker, der ein echter Hingucker ist, und versuchen, die verblasste Inschrift zu lesen. Auf älteren Fotos ist dies noch besser möglich.


Wappen der Hohenzollern


Ich habe versucht, die Inschrift für die BR-Leser zu entschlüsseln. Sie lautet in Großbuchstaben:
"Von Gottes Genaden den Georg Fridrich Margrave zu Brandenburg zu Stetin Pommern der Cassuben und Wenden auch in Schlesien zu Ieggerndorf und Herzog Burgrave zu Nurnberg und Furst zu Ru gen 1562".
Ergänzt wird die Inschrift durch das Hohenzollernwappen.

Auf einer älteren Fotografie ist dort Rugen ohne Zwischenraum, geschrieben. Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich um eine neue Inschriftentafel handelt. Merkmale dafür sind die anders geformten und anders angeordneten Buchstaben, vor allem aber die signifikanten, anders ausgeführten Zahlen. Das Rollwerk der Kartusche und die geflügelten Löwen-Greife könnten auch erneuert worden sein.


Großes Gebiet


Darf ich hier einen Wunsch äußern? Ich hoffe, dass die Schrift wieder den Glanz alter Zeiten erhält, denn hier hat der Kulmbacher Markgraf allen gezeigt, über welch großes Gebiet er das Sagen hatte.