Nachdem bereits sicher ist, dass Heinersreuth energieautark wird und dass dort ein Hackschnitzelkraftwerk entsteht, ist als nächster Ortsteil Reichenbach an der Reihe. "Wir wollen schon in den nächsten 14 Tagen eine Informationsveranstaltung im Burschenheim machen, wo wir die Bürger aufklären, wie so ein Energiekonzept aussehen könnte", nennt Bürgermeister Siegfried Beyer als nächsten Schritt.
Geplant ist in Reichenbach ein mit Hackschnitzeln betriebenes Biomassekraftwerk, das die Nahwärmeversorgung zu akzeptablen Preisen sichern soll. Gleichzeitig möchte die Gemeinde prüfen, ob auch die Gewinnung von Strom möglich ist.

Großes Interesse


In persönlichen Gesprächen haben bereits etliche Reichenbacher ihr Interesse an einem Nahwärmenetz bekundet. Daher sieht der Bürgermeister Chancen, dass auch dieses Projekt umgesetzt werden kann.
"Wir würden von der Gemeinde und vom Arbeitskreis wieder im Vorfeld die Informationsveranstaltungen organisieren und die Bürger bis zu dem Punkt begleiten, wo sie eine Genossenschaft oder eine Träger-Gesellschaft gegründet haben. Unterstützt würden wir auch bei diesem Projekt von Energievision Frankenwald werden", so Beyer.
Geplant ist eine Umsetzung des Projekts, wenn Interesse besteht, so bald wie möglich. "In diesem Jahr konzentrieren wir uns erst einmal auf Heinersreuth, und dann könnte sich Reichenbach anschließen", sieht Beyer realistische Chancen, bereits 2013 das Projekt umzusetzen.
Noch nicht ganz so konkret, aber immerhin schon vorhanden, sind Ideen für Enchenreuth, das ebenfalls Mitglied bei den LQN-Gemeinden ist. Denn im Zuge der Konzeption der Nahwärmeversorgung in Heinersreuth haben auch etliche Bürger aus Wahl Interesse bekundet. "Aber da wären mehr als 800 Meter zu überbrücken, das ist nicht möglich, da der Wärmeverlust zu hoch ist", erklärt Bürgermeister Beyer und hofft auf Unterstützung seitens der Nachbargemeinde, um auch eine Lösung für die Wahler Bürger zu finden.