Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich im Bereich der Agentur im vergangenen Monat um 196 auf 7370. Im Jahr zuvor waren im Vergleichszeitraum 8225 Menschen gemeldet, über zehn Prozent mehr als dieses Jahr.
Die Arbeitslosenquote wuchs um 0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent an, sie lag aber deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,1 Prozent.

"Die eisigen Temperaturen haben die Arbeiten im Außenbereich endgültig zum Stillstand gebracht, sodass die Arbeitslosigkeit noch einmal angestiegen ist", sagt Brigitte Glos, Leiterin der Bayreuther Arbeitsagentur. "Für die nächsten Monate erwarte ich jedoch wieder sinkende Arbeitslosenzahlen, denn die Stimmung bei Handwerk und Industrie ist weiterhin zuversichtlich, das zeigt sich auch an dem deutlichen Stellenzugang."

Die Zahl derer, die sich neu oder erneut arbeitslos meldeten, ging um 895 auf 2040 zurück. Demgegenüber beendeten 1840 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 509 davon nahmen eine Erwerbstätigkeit auf. Auffällig ist der Anstieg bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 um 71 oder 11,7 Prozent. Die Ursache liegt hier im Ausbildungsende. Es ist jedoch zu erwarten, dass vor allem im gewerblichen Bereich die gut ausgebildeten jungen Leute schon bald eine Arbeitsstelle finden.


Mehr Arbeitlose, weniger Hertz IV-Bezieher



Im Februar erhöhte sich die Arbeitslosigkeit nur im SGB III-Bereich. In der Agentur für Arbeit Bayreuth mit den Geschäftsstellen Kulmbach und Pegnitz erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen Personen um 216 auf 3914. Beim Personenkreis des SGB II hingegen reduzierte sich die Arbeitslosigkeit leicht. In den Jobcentern Bayreuth Stadt, Bayreuth Land und Kulmbach waren 3456 als arbeitslos registriert, 20 weniger als im Januar. Der Bestand an offenen Arbeitsstellen (sozialversicherungspflichtige und geringfügige) erhöhte sich um 118 auf 1364.

Im Februar nahm die Nachfrage nach Personal wieder Fahrt auf. Die Arbeitgeber aus der Region meldeten 590 freie Arbeitsplätze, 174 mehr als im Monat zuvor und 41 mehr als im Februar 2011. Es wurden Stellenangebote durch alle Berufe hinweg angezeigt. Den meisten Bedarf gab es im verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

Im Einzugsbereich der Geschäftsstelle Kulmbach wuchs die Zahl der Arbeitslosen um 62 auf 2221. Das waren 269 oder 11,8 Prozent weniger als im Februar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent, lag aber 0,7 Prozentpunkte unter der Vorjahresquote. Im Februar zeigten 609 Menschen ihre Arbeitslosigkeit an, 216 weniger als im Januar. Im Gegensatz dazu beendeten 543 Personen die Arbeitslosigkeit, 139 nahmen eine Erwerbstätigkeit auf. Der Bestand an offenen Arbeitsstellen erhöhte sich um 42 auf 358. Im Vergleich zum Februar 2011 waren dies 91 mehr.

Die Unternehmer aus Stadt und Landkreis Kulmbach meldeten im Februar 173 freie Arbeitsplätze, 43 mehr als im Januar. Es wurden vor allem Mitarbeiter für das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe wie etwa Zimmerer, Dachdecker oder Elektroniker, den Handel sowie das Gesundheits- und Sozialwesen, hier unter anderem medizinische Fachangestellte oder Altenpfleger, gesucht.