Die geheime Welt unterhalb des Giech'chen Schlosses übt eine große Faszination auf Ralf Wirth aus, der von Beruf Statiker und Bauingenieur ist, sich in seiner Freizeit ehrenamtlich um das Archiv des Marktes kümmert und jetzt die Kellerwelt des Thurnauer Schlosses erforscht. Als was die Keller früher gedient haben? "Aufgrund ihrer Größe ist davon auszugehen, dass sie als Lager genutzt wurden. Aus den Erzählungen meines Opas weiß ich aber auch, dass der Schlosskeller früher von den Thurnauern bei Gefahren als Schutzbunker genutzt wurde", berichtet Ralf Wirth, der hofft, bei Nachforschungen über die Geschichte des Schlosses im Bayerischen Staatsarchiv weitere Einzelheiten zu erfahren.

Ein "Tag der offenen Keller"?


Erkenntnisse, die der Markt Thurnau künftig Einheimischen wie Gästen bei Führungen liefern will, denn der Gewölbekeller soll spätestens zur im Sommer stattfindenden Veranstaltungsreihe "Schwantastisch" in die Ortsführungen eingebunden werden. "Die Führungen sollen damit weiter attraktiviert werden", sagt Bürgermeister Dietmar Hofmann (SPD/Offene Liste), der sich wünscht, alle Besitzer von Kellern im Oberen Markt künftig dafür gewinnen zu können, in Thurnau einmal pro Jahr einen "Tag der offenen Keller" durchzuführen.
Mehr über die Kellerpläne lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Bayerischen Rundschau.