Die Polizei leistet täglich wertvolle Arbeit für die Sicherheit der Bürger. Um dies auch öffentlich zu dokumentieren, beteiligten sich gestern alle Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberfranken an einem länderübergreifenden Sicherheitstag.

Ziel der gemeinsamen Aktionen war "eine positive Beeinflussung der Sicherheit im öffentlichen Raum durch ein intensives und koordiniertes polizeiliches Vorgehen". Durch die Präsenz, die gestern ganz besonders augenfällig wurde, soll zudem das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung verbessert werden.

16 Beanstandungen

Die Polizeiinspektion Kulmbach hatte bei der Weinbrücke eine Kontrollstelle aufgebaut. Zehn Beamte aus Kulmbach und Bayreuth kontrollierten Autos, Lastwagen und Motorräder. "Wir haben 25 Autos angehalten und mussten 16 Beanstandungen aussprechen", zog Kathrin Weißerth noch vor Ort eine erste Bilanz.

Die meisten Probleme habe es mit Geschwindigkeitsüberschreitungen gegeben. In einem Tempo-100-Bereich war der schnellste Verkehrsteilnehmer mit 141 Sachen unterwegs, als die Radarfalle zuschnappte. "Wir wollen einmal nicht nur blitzen, sondern mit den Verkehrsteilnehmern ins Gespräch kommen", erklärte Weißerth.

Verständnisvolle Fahrer

Die Kontrollierten zeigten übrigens für die Polizeiaktion durchaus Verständnis. Keine einzige Entgleisung gegenüber den Polizisten gab es. "Wir haben festgestellt, dass es einfach besser ist, wenn man persönlich mit den Menschen spricht", so Weißerth.

Sehr häufig stellten die Beamten der PI Kulmbach defekte Lampen an den Fahrzeugen fest. Auch Firmenautos waren betroffen. "Ich bringe das Fahrzeug heute noch in unsere Werkstatt, das wird dann sofort behoben", erklärte ein kontrollierter Handwerker. "Es ist schon wichtig, dass dieses Problem behoben wird", verdeutlichte ihm Polizist Daniel Kutschera. Denn in der dunklen Jahreszeit sei eine intakte Beleuchtung ein echter Sicherheitsfaktor.

Bei einem anderen Transporter überprüften die Beamten die Ladungssicherung. "Gut, man kann jetzt noch die kleinen Teile besser befestigen. Darauf haben wir hingewiesen. Aber eigentlich ist alles richtig gemacht", waren sich die Polizisten einig.

"Es ist alles okay"

"Für mich ist das jetzt die erste Kontrolle. Aber es ist ja nur Routine. Ich fühle mich ganz normal - es ist alles okay", kommentierte ein Motorradfahrer. Dafür, dass er fünf Minuten Zeit opfern musste, obwohl er nichts falsch gemacht hatte, brachte er Verständnis aus.

Zusätzlich zur Kontrollaktion präsentierte die Polizei Kulmbach die Vielfalt ihrer Arbeit auf dem Kulmbacher Marktplatz. Mit dem Sicherheitstag möchte die Polizei auch klar machen, dass Straftaten nicht an der Landesgrenze enden.