Zwischen den Anschlussstellen Münchberg/Süd und Gefrees wurde der Frau schwarz vor den Augen. Sie fuhr auf einen vor ihr fahrenden Seat voll auf, der von einem 25-jährigen Augsburger gelenkt wurde. Die Unfallverursacherin fuhr anschließend noch nach rechts gegen die Schutzplanke, ehe sie mit ihrem Fahrzeug nach links über alle drei Fahrstreifen fuhr und dort auf der linken Spur einen Opel Vectra, der von einer 23 Jahre alten Berufskraftfahrerin gesteuert wurde, seitlich voll rammte.

Der Opel wurde dabei nach links in die Mittelschutzplanke gedrückt. Ein auf dem linken Streifen fahrender Ford-Fahrer aus dem Raum Würzburg konnte sein Fahrzeug gerade noch zum Stehen bringen, ehe auf seinen Wagen noch ein von einem 23-jährigen Heilbronner gelenkter Seat, der ebenfalls links fuhr, voll auffuhr. Die Autos waren alle ineinander verkeilt und nicht mehr fahrbereit.

Zwei Spuren gesperrt

Um ein gefahrloses Arbeiten an der Unfallstelle durch die eingesetzten Rettungskräfte (Feuerwehr Münchberg, Notärzte und Rettungsfahrzeuge des BRK, Autobahnmeisterei Münchberg, Abschleppdienste) zu gewährleisten, musste die linke und mittlere Spur der Autobahn gesperrt werden. Dadurch kam es innerhalb kürzester Zeit zu einem gut zehn Kilometer langen Rückstau, der durch das verständigte Technische Hilfswerk Hof abgesichert wurde.

Durch den Unfall wurden insgesamt fünf Personen leicht bis mittelschwer verletzt. Sie wurden in die Krankenhäuser nach Bayreuth und Münchberg gebracht. Drei am Unfall beteiligte Fahrzeuge wurden durch die Karambolage total beschädigt. Insgesamt entstand ein Sachschaden von 35.000 Euro. Der Rückstau auf der A9 löste sich erst kurz nach 18 Uhr wieder auf.