Seit je her wurden die Husaren ob ihrer prachtvollen osteuropäischen Ausrüstung und Furcht erregenden Frisur bewundert und beneidet und fanden nicht umsonst später Eingang in die Phantasiewelten der Operette des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die 1721 in Preußen aufgestellte kleine Husarentruppe rekrutierte sich zum größten Teil aus ungarischen Freiwilligen. Unter Friedrich dem Großen auf zehn Regimenter angewachsen, wurden sie als Schlachtkavallerie bei allen wichtigen miltärischen Ereignissen des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) entscheidend eingesetzt. Da Herkunft und Körpergröße keine Rolle spielten, die Truppe nur geringen Zwängen unterworfen war und Abenteuerlust im Vordergrund stand, erfreuten sich die Husaren eines großen Zulaufs bei Mannschaften und Offizieren. Außerdem durften sie ungestraft im Kriege plündern.