Musik ist Magie. Mit ihr lassen sich bei den Menschen Emotionen unterschiedlicher Art wecken. Das sieht auch Ulla Vater, Bandleaderin bei den Isartaler Hexen so: "Von sentimental bis aggressiv - da ist alles dabei." Ich treffe sie neben der Bühne im Stadel der Bierwoche, eine Stunde später als verabredet. Bevor wir loslegen, werde ich erstmal mit einer Maß Bier ausgestattet.

Kaum zehn Minuten sind vergangen, schon klingelt Ullas Handy. Sie steht nicht nur auf der Bühne, sondern kümmert sich gleichzeitig um das komplette Management. "Heut ist es ganz närrisch", sagt die 56-Jährige, als sie ihr Handy wieder wegsteckt. Nach zwanzig Minuten werden wir wieder unterbrochen: Bierfest-Organisator Michael Schmid schaut vorbei, um mit der Bandleaderin letzte Details zu besprechen.

Das bringt uns gleich zum nächsten Thema. Auf der Bierwoche, sagt Ulla, müsse man während des Auftrittes sehr stark aufs Publikum eingehen. "Die Veranstalter wollen nicht, dass die Leute schon um halb sieben auf der Bank stehen und dem Nebenmann in sein Hendl treten", sagt sie. Deshalb streue man immer wieder kleinere Pausen ein, in denen sich das Publikum setzen und beruhigen kann.

Lampenfieber, sagt Ulla, habe sie nicht mehr. "Ich stehe schon seit 36 Jahren auf der Bühne, da kommt mit der Zeit doch eine gewisse Routine auf." Die Band existiert seit zwölf Jahren. Jetzt, da es nur noch wenige Minuten bis zum Auftritt sind, spürt man dennoch eine gewisse Anspannung. Wird alles klappen? Spielt die Technik mit? Ist das Publikum gut drauf? Mit einem selbstgeschriebenen Song steigen die acht Mädels ein und haben das Publikum sofort auf ihrer Seite. Die "Hendl" sind vom Tisch, jetzt wird aus dem Hexenkessel aufgetafelt.


Wie es weitergeht, lesen Sie in Ihrer Bayerischen Rundschau, Ausgabe Mittwoch, 1. August.