"Ich bin im TSV Stadtsteinach groß geworden und ich habe hier schöne Zeiten erlebt", zeigte sich Landrat Klaus Peter Söllner persönlich vom Jubiläum berührt. "Der TSV ist stark, er verfügt über eine große Tradition und er hat viele Fans. Der Verein hat Höhen und Tiefen erlebt, aber ich bin mir sicher: Er wird nie untergehen", so der Landrat. Als junger Mann hat Söllner Fußball gespielt und war auch in der Tischtennisabteilung aktiv. Natürlich gab er bei der Tischtennisvorführung auch eine Kostprobe seines Könnens.

Tischtennis mit Holzbrettchen


Beim Kommers zeigten sich die Tischtennisspieler humorvoll und ließen die Entwicklungsgeschichte des Ping-Pong Revue passieren - von den Anfängen, als einige Kriegsgefangene das schnelle Spiel mit den kleinen Bällen nach Stadtsteinach gebracht haben und auf Wirtshaustischen mit Holzbrettchen gespielt wurde, bis zum hypermodernen Schwarzlicht-Tischtennis, das natürlich vor allem die Jugend einfach "cool" findet. Denn wenn das Licht ausgeht, malen nur die weißen Turnschuhe der Spieler und die rot und grün reflektierenden Bälle Spuren ins Schwarz.
Auch die Gymnastikgruppe 50 plus hatte sich für den Festkommers etwas Besonderes ausgedacht: Sie erinnerte an die Anfänge des Turnens und zeigte Übungen nach dem Prinzip des Turnvater Jahns. Auch über Achtzigjährige sind in der Gruppe dabei.

Historische Bilder


Bürgermeister Roland Wolfrum hatte fürs Jubiläum in den Archiven gegraben und förderte viel Geschichtliches zutage: Er stellte mit alten Bildern, Festschriften und allem, was im Heimatmuseum oder in Stadtsteinach noch zu finden war, die Vereinsgeschichte dar - seit 1862. Eine schwarze Stunde erlebte der TSV 1971: Das Sportheim brannte nieder, musste neu aufgebaut werden. Und im Laufe der Jahre hatte der TSV Stadtsteinach neben seinen heutigen Abteilungen (Rasenkraftsport, Skifahren, Turnen, Gymnastik, Pilates, Tischtennis, Fußball) auch noch Faustball, eine Wanderabteilung, eine Boxstaffel und eine Handballabteilung. Sogar eine Reitergruppe muss es einmal gegeben haben.

Geisha-Tanz


Beim Festkommers standen die Gratulanten Schlange. Der TSV-Vorsitzende Georg Stöckel hatte alle Hände voll zu tun, um allen als Andenken ein metallenes Vereinswappen mitzugeben.
Stargast des Abends, der von der Original Fränkischen Trachtenkapelle des Musikvereins Stadtsteinach umrahmt wurde und bei dem auch die Maxigarde der Faschingsgesellschaft mit dem Geisha-Tanz für Aufsehen sorgte, war der Präsident des Bayerischen Landessportverbandes, Günther Lommel. Der Festabend ging mit einem Brillantfeuerwerk zu Ende.