Die Gastwirtschaft des TSV 08 Kulmbach platzte fast aus allen Nähten: Ob Feuerwehr, Rheuma-Liga oder Siedlergemeinschaft - rund 120 Ehrenamtliche folgten der Einladung von SPD und Landtagsabgeordneter Inge Aures. "Das Ehrenamt ist die größte Bürgerbewegung in Deutschland, und ohne Ehrenamt wäre unser Staat längst bankrott", sagte die SPD-Politikerin. Deshalb sei es ihrer Partei auch so wichtig, die Leistungen der Ehrenamtlichen zu würdigen.

3,8 Millionen machen mit


Beim Sozialempfang am Montag im Katzbachtal, zu dem Inge Aures zum wiederholten Mal eingeladen hatte, legte die Kronacher SPD-Landtagsabgeordnete und sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, Christa Steiger, eindrucksvolle Zahlen vor. So seien allein in Bayern rund 3,8 Millionen Menschen ehrenamtlich engagiert.

Ferner komme den Sozialträgern wie Arbeiterwohlfahrt, VdK und den verschiedensten Selbsthilfevereinen eine enorme Bedeutung zu, betonte Steiger. "Diese Organisationen unterhalten in Bayern rund 14 500 Facheinrichtungen und sind mit rund 170 000 hauptberuflichen Mitarbeitern die größten Arbeitgeber in Bayern. Zusätzlich engagieren sich rund 400 000 Menschen ehrenamtlich im sozialen Dienst. Die Wertschöpfung allein in der Wohlfahrtspflege beläuft sich jährlich auf 22 Milliarden Euro und wäre für den Staat somit völlig unbezahlbar", stellte die Abgeordnete fest und fuhr fort: "Wir wollen einfach einmal danke sagen für die vielen Stunden, die Sie alle fast tagtäglich im Ehrenamt für die Gesellschaft leisten", sagte die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

"Schön, anderen zu helfen"


Die Gäste nutzten die Gelegenheit, um persönliche Anliegen an die Abgeordneten heranzutragen. Steiger machte den Ehrenamtlichen Mut, sich weiterhin zu engagieren. Zwar sei der Wert des Ehrenamts kaum zu bezahlen, man müsse sich aber auch immer wieder den persönlichen Gewinn einer solchen Tätigkeit vor Augen führen: "Es ist doch einfach schön, anderen zu helfen. Man gibt zwar häufig sehr viel - bekommt aber immer auch viel zurück".