Seit 9. Mai 1971 erfreute sich dieses Kleinod alljährlich eines großen Zuspruchs, bis der vergangene Winter mit starkem Frost dem gemauerten Sandsteinbecken so stark zusetzte, dass eine Erneuerung unumgänglich war. Ein neues Betonbecken musste gebaut werden, was in einer beispielhaften Gemeinschaftsaktion finanziert und realisiert wurde.

"Wir freuen uns, dass wir diesen Neubau heute in Betrieb nehmen dürfen. Ich bin sicher, dass auch Albert Hugel und seine damaligen Mitstreiter heute glücklich darüber wären, dass das einst von ihnen initiierte Werk auch in den kommenden Jahrzehnten Bestand hat. Und es wird sicherlich auch künftig Idealisten geben, die die schöne Kneippanlage hegen und pflegen", sagte die Vorsitzende des Gartenbauvereins Ebersbach, Liselotte Schieber, die mit ihrem Mann Helmut die meisten Stunden an der Anlage gewerkelt hat.

Viele Stunden Eigenleistung

Bürgermeister Stephan Heckel bezifferte die Kosten mit rund 5500 Euro. Hinzugekommen seien viele Eigenleistungsstunden des Gartenbauvereins, der Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft Ebersbach. Auch der Ködnitzer Bauhof habe sich dem Kneippbecken angenommen und mitgeholfen, wo er konnte. Heckel bedankte sich auch bei den Sponsoren - der Sparkasse, der Kulmbacher Bank, dem Landkreis und der Stadt Kulmbach, den Firmen Forum Wohnbau, Thematic, Lutz & Wollnik, Kodisch und ROH-Bau sowie vielen Privatpersonen. Zusammen mit Liselotte Schieber enthüllte er einen Gedenkstein, auf dem alle Mitwirkenden und Spender vermerkt sind.
Landrat Klaus Peter Söllner konnte es kaum erwarten das Wasser der erneuerten Kneippanlage zu testen und stieg mit Bürgermeister Heckel, dem Kulmbacher OB Henry Schramm und Pfarrer Hermann Thamm ins kühle Nass.

Söllner sprach von einer großartigen Gemeinschaftsleistung und sagte, es sei immer wieder beeindruckend, wie viele Fans diese Kneippanlage auch außerhalb der Gemeinde Ködnitz hat.

OB Henry Schramm lobte vor allem Liselotte Schieber und Feuerwehr-Vorsitzenden Dieter Zapf: "Ihr habt die Anlage super wieder hergerichtet." Er wolle sich bemühen, dass auch die Oberfrankenstiftung ein Scherflein beiträgt, versicherte er.

Liselotte Schieber erläuterte, dass das reine Quellwasser direkt aus dem Berg durch eine 150 Meter lange Leitung ins Becken gelangt. Verantwortlich dafür war Thomas Kodisch, der die besorgt und installiert habe.
Die Gartenbauvereinsvorsitzende erinnerte auch an die Errichtung des aus Sandsteinen gemauerten Tretbeckens vor über 40 Jahren. Nach der Auflösung des Kneippvereins Kulmbach hätten Mitglieder des Gartenbauvereins und der Feuerwehr Ebersbach stillschweigend die Pflege bis heute übernommen.

Viele Erinnerungen ausgetauscht

Für die Gäste der Feier gab es dann Kaffee und Kuchen, Wiener und Bier vom Fass. Im Gespräch wurden an den Tischen viele Erinnerungen an so manche liebgewonnene Stunden an der Kneippanlage ausgetauscht. Auch die kleinen Festgäste fühlten sich pudelwohl, denn es gab in der Umgebung der Kneippanlage viel zu entdecken.