Bei einer Besprechung der Bürgermeister Werner Burger (Grafengehaig), Siegfried Beyer (Presseck) und Franz Uome (Marktleugast) wurde vereinbart, beim Kernwegenetz interkommunal zusammenzuarbeiten. Den Bürgermeistern wurde daraufhin am Amt für Landwirtschaft in Bamberg die Konzeption nochmals näher erläutert.
Jetzt plant die Marktgemeinde Marktleugast in Kooperation mit den Märkten Grafengehaig und Presseck, für den Ausbau von Kernwegen Fördermittel zu beantragen. Über das Konzept für ein ländliches Kernwegenetz lassen sich möglicherweise Gemeindestraßen sowie öffentliche Feld- und Waldwege ausbauen oder wieder herstellen, sagte Uome. Dabei werde auch dem Strukturwandel und technischen Fortschritt in der Landwirtschaft, den Belangen von Freizeit und Tourismus sowie der Pflege und des Erhalts der Kulturlandschaft mit einem multifunktionalen Wegenetz Rechnung getragen.
Grundsätzlich sei dabei ein Ausbau von 3,50 Metern Fahrbahnbreite in Asphaltbeton vorgesehen.

Wie der Bürgermeister weiter erläuterte, können als ländliche Infrastrukturwege auch solche Verbindungswege gefördert werden, die insbesondere zur Erschließung der landwirtschaftlichen und touristischen Entwicklungspotentiale dienen. Wege, die eine Funktion im übergeordneten Radwegenetz der Region erfüllen oder der Erschließung von Einzelhöfen und Weilern dienen, sind ebenfalls förderfähig. Die Aufwendungen von Vermessungsamt und Notar seien allerdings, im Gegensatz zu Bau zu baubegleitenden Leistungen nicht förderfähig.
Die Festlegung des Kernwegenetzes erfolgt in einem Abstimmungsprozess zunächst auf gemeindlicher Ebene, die dann gemeindeübergreifend abgestimmt wird. Die Vorhaben werden dabei in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen eingeteilt. Die Förderhilfe betrage im Rahmen von Flurbereinigungsverfahren 65 bis 75 Prozent zuzüglich zehn Prozent ILEK-Bonus.

Für die Bewerbung um eine Förderung als Kernwegenetz wurde ein Konzept erstellt und der Entwurf in der Gemeinderatssitzung vorgestellt. Dieser soll nun dem Amt für Ländliche Entwicklung vorgelegt und die Fördermöglichkeiten abgesprochen werden. Der Marktleugaster Gemeinderat beschloss einstimmig die vorgestellte Fassung für die Marktgemeinde.