Die erneut groß angelegten, bayernweiten Schwerpunktkontrollen sind Teil einer Aktion des bayerischen Innenministeriums mit dem Ziel, die Einbruchszahlen zu senken. Der Großeinsatz in den nächsten Wochen soll das bisherige Maßnahmenpaket der Polizei im Kampf gegen die zunehmende Einbruchskriminalität nachhaltig ergänzen.

Einbrüche: deutlicher Rückgang

Mit etwa 70 registrierten Fällen von Wohnungseinbrüchen im laufenden Jahr zeigt die Tendenz derzeit deutlich nach unten. 2014 registrierte die Polizei 382 Fälle (2013: 310) von Wohnungseinbruchsdiebstählen im Regierungsbezirk. Der Rückgang ist nicht zuletzt auf die konzeptionellen Bemühungen zur Bekämpfung des Phänomens zurückzuführen. Qualifizierte Tatortarbeit, umgehende Fahndungsmaßnahmen, professionelle Spurensicherung und -auswertung sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung werden deshalb weiterhin betrieben.
Bis Mitte April sollen bei mobilen und auch stationären Kontrollen potenzielle Straftäter entlarvt werden.

Alle Kriminellen im Visier

Die oberfränkischen Polizisten, die von Kollegen der bayerischen Bereitschaftspolizei Unterstützung erhalten, werden deshalb neben Einbrecherbanden auch alle anderen Kriminellen ins Visier nehmen. Neben den Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen ist vor allem die Präventionsarbeit ein wichtiger Baustein auf diesem Sektor. Die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen sind hier kompetente Ansprechpartner.

Aber auch jeder einzelne Bürger kann durch bestimmte Verhaltensweisen dazu beitragen, das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden, zu minimieren. Die Präventionsaktion "Türanhänger kann schützen!" macht mit wenigen Worten klar, worauf es ankommt:

- Wenn Sie Ihr Haus verlassen - auch nur kurz - schließen Sie unbedingt die Tür ab.

- Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Gekippte Fenster sind offene Fenster.

- Praktizieren Sie Nachbarschaftshilfe.

- Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem benachbarten Grundstück.

- Geben Sie keine Hinweise darauf, dass Sie sich gerade nicht zu Hause befinden.

Exemplare des Türanhängers liegen bei den Polizeidienststellen und kriminalpolizeilichen Beratungsstellen auf. Infos: www.polizei.bayern.de/oberfranken/schuetzenvorbeugen/kriminalitaet/alltag/index.html.