Trainerin Tina Hempfling kennt keine Gnade: Wieder und wieder lässt sie das Männerballett antreten, und die Männer proben ihren Clownstanz, bis sie gehörig ins Schwitzen kommen. Fast jeden Tag ist vor dem großen Auftritt in Wiesentheid Probe. Die Trainerin feilt noch an Details. Alles muss synchron sein, der Tanz muss mit einem Lächeln auf den Lippen richtig Spaß machen - obwohl er ganz schön anstrengend ist.
Die Stanicher wollen sich vor dem starken Publikum in Wiesentheid auf keinen Fall blamieren. Doch das wird nicht passieren, sind alle zuversichtlich. "In diesem Jahr gehen 18 Mannschaften an den Start, vier aus Oberfranken: Mehlmeisel, Hof, Bad Berneck und natürlich wir aus Stanich", erklärt die Trainerin. Eigentlich ist ihr nicht bange, denn die Männer haben ihren Tanz gut drauf.

Kein "Zickenalarm"


"Mir macht die Arbeit mit den Männern richtig Spaß, sogar mehr als das Training bei den Frauen. Da ist nix schwierig, da gibt es keinen Zickenalarm, sondern die Männer sind ein ganz lustiger Haufen", lobt Tina Hempfling. Sie trainiert das Männerballett seit elf Jahren. "Am Anfang haben wir nur mit den Armen was gemacht, dann nur mit den Füßen, heuer ist auch viel Akrobatik drin", sieht die Trainerin die Steigerung von Jahr zu Jahr. "Die Clowns wollte ich ja eigentlich schon letztes Jahr machen, aber es war schwierig, die richtige Musik dazu zu finden", gibt sie zu und ist selbst begeistert von den bunten Kostümen, die so schön im Rampenlicht funkeln.

Georg Stöckel ist mit 52 Jahren der älteste in der Truppe, doch der TSV-Vorsitzende hat keine Konditionsprobleme. Er kann gut mithalten. Er ist zuversichtlich, dass der elfte Tanz ein närrischer Höhepunkt sein wird. Natürlich haben die Stanicher auch Junge mit in ihren Reihen. Peter Lauterbach (19) wurde von seiner Freundin ins Männerballett verfrachtet, denn schließlich ist die selbst äußerst engagiert. "Es macht einfach Spaß", sagt der Youngster.

Bundespräsident als Clou


Ein Special haben sich die Stanicher für den Wettbewerb auch ausgedacht: Wenn der Clown zu "Oh mein Papa" weint, dann halten sie nicht - wie in Stanich - ein Bild vom Landrat in den Händen, sondern eins von Bundespräsident Christian Wulff.