Laut Harald Schramm soll dann zunächst erkundet werden, inwieweit die natürliche Be- und Entlüftung ausreicht, um das Gas abzuführen. Dazu wird nochmals eine Nachmessung stattfinden. Nach Ansicht von Experten wird aber wohl eine Raumlufttechnik installiert werden müssen.


Verfüllung nicht möglich


Nicht möglich ist es laut Schramm, die Problematik durch das Verfüllen des Kellers mit Beton aus der Welt zu schaffen. Dadurch würde auf Jahre Feuchtigkeit gebunden, die in das darüber liegende Erdgeschoss aufsteigen kann.

Ein wichtiger Bestandteil der Sanierung wird die Verbesserung des Brandschutzes. Bauliche Veränderungen, die der Kosten und des Umfanges wegen nicht möglich sind, sollen durch den Ausbau der Brandmeldefrüherkennung und die Optimierung des so genannten ersten Rettungsweges kompensiert werden. So werden die Treppenbereiche abgeschottet und Vorder- und Hintertür erneuert. Hinzu kommt der seitliche Anbau einer Treppenanlage.

Die energetische Sanierung umfasst die Außendämmung, den Einbau neuer Fenster, die Heizungsumstellung auf Gas, die Verwendung von Energiesparlampen, die Dachdämmung und die Lüftungsinstallation.

Geringfügig verändern wird sich die Außenansicht. So wird der Balkon abgebrochen und die Fassade im Eingangsbereich farblich abgesetzt. Gleiches gilt für die Verblendung der Feuerschutztreppe zum Nebengebäude hin, in die die Bushaltestelle integriert werden soll.


Umzug im Juli


Der Bauzeitenplan sieht die Außenarbeiten ab April 2011 vor, so Harald Schramm. Ende Juli soll dann der Umzug der Verwaltung beispielsweise in die Grundschule stattfinden, um bei den Innenarbeiten freie Hand zu haben. "Ein Umzug ist nicht teurer als ein taktweiser Umbau", betonte der Architekt.

Die Rückkehr der Verwaltung ins Rathaus könnte dann noch während der Sommerferien geschehen.


Kernbohrung vergeben


Was die Kosten angeht, hat sich die Summe im Vergleich zum Voranschlag nur um 10 000 Euro auf 594 151 Euro erhöht. Allerdings müssen noch diverse Ausgaben hinzugerechnet werden, beispielsweise für eine neue Teeküche, so dass sich eine Gesamtsumme von 622 000 Euro ergibt.

Nach dem Beschluss des Gemeinderats, die Kernbohrung zum Preis von gut 1800 Euro an die Firma RMB in Bad Berneck zu vergeben, stellte CSU-Fraktionssprecher Daniel Schramm noch den Antrag, den zeitlichen Ablauf der Baumaßnahme im Gemeinderat beschlussmäßig zu behandeln und dabei festzuschreiben, dass das Ergebnis des Bürgerentscheids, mit dem sich die Marktleugaster für die Rathaussanierung und gegen einen Neubau entschieden hatten, über ein Jahr hinaus bindend bleibt. Den vom Architekten angesprochenen Diskussionsbedarf über die Maßnahme sieht Schramm nicht. Die Kosten hätten sich kaum verändert, und das, obwohl inzwischen auch Brandschutzmaßnahmen eingearbeitet seien.