Dieter Fischer aus Heinersreuth hat jetzt den zweiten und letzten Band der Kirchleuser Ortschronik herausgebracht und stellte diesen beim Dorffest vor. Keine Frage blieb er seinen Lesern schuldig. Fischer weiß alles über den kleinen Stadttteil, der längst zu Kulmbach gehört: Er kann auf Anhieb sagen, wann der Gesangsverein gegründet worden ist, wann Kirchleus ans Strom- und Wassernetz angeschlossen wurde. "Bis nach dem Zweiten Weltkrieg bewirtschafteten die Landwirte ihre Felder mit Kühen als Zugtiere", weiß Fischer.

Im zweiten Band sind 1430 Bilder abgedruckt. Fischer lässt in dem Werk die Kirche, die Geschichte der landwirtschaftlichen Betriebe aufleben. Er hat viele Fotos aus den Bereichen Handwerk, Gewerbe und Handel gesammelt. Nicht nur aus Kirchleus direkt, sondern auch über Kirchleus hinaus, erklärt der Autor. Der zweite und letzte Teil der Kirchleuser Ortschronik hat 272 Seiten - wie auch der erste. Auch Vereine und das Vereinsleben, Feste und Brauchtumsveranstaltungen sowie ein Streifzug durch die Kirchleuser Geschichte werden in dem Buch vorgestellt.


Große Nachfrage

Schon innerhalb der Vormittagsstunden rissen die Interessierten dem Autoren die Bücher förmlich aus der Hand. "Vier Fünftel der Bücher habe ich vorfinanziert, den Rest habe ich aus Spenden bekommen. Ich hoffe, dass am Ende noch ein bisschen etwas für die Dorfhalle übrigbleibt", erklärt Fischer.

Auf die Idee, solche Bücher zu schreiben, hatte Inge Haas den Autor gebracht. "Ich begann, im Dorf von Haus zu Haus zu gehen und die Bilder aus der alten Zeit zu sammeln, zu digitalisieren und ordentlich zu speichern", erzählt Fischer. Er erfasste aber nicht nur die Fotos, sondern schrieb auch die Texte und Berichte, gestaltete das Buch und machte das Layout.

Beim Dorffest wurden natürlich nicht nur Bücher verkauft, im Mittelpunkt stand wieder das gemütliche Beisammensein sowie das lustige Spiel ohne Grenzen - ein Spaß für Teams und Junggebliebene.