Manfred Spindler ist von der KKB-Band überzeugt - auch wenn der erste Auftritt noch aussteht: "Wir machen Musik, die jeder kennt, Gute-Laune-Musik zum Feiern und zum Party machen. Unser Repertoire reicht von Oldies und Evergreens über Walzer und Disco Fox bis hin zu Schleichern, Schlagern und Stimmungshits. Deswegen nennen wir uns auch ‚die meiste Musikband der Welt'. Wir wollen, dass die Leute mitmachen und mitschunkeln."

Kerwa im Kleinkunst-Brettla

Ob sie das tun, wird sich am 22. September zeigen. Denn dann wird die Gruppe zum Kerwa-Tanz in Untersteinach im Kleinkunst-Brettla ihre Premiere geben. Im vergangenen Jahr hat das Team vom KKB eine Tradition in Untersteinach nach langer Zeit wieder ins Leben gerufen: den Kerwa-Tanz.
Die Veranstaltung kam bei der Bevölkerung super an.

Mal was Neues ausprobieren

"Da haben wir uns gedacht, eigentlich könnten wir die Musik auch selbst machen, schließlich haben wir durchs Gaudibrettla alle langjährige musikalische Erfahrung. Da wir außerdem für alle Sachen offen sind, haben wir uns gesagt: Lasst uns mal was Neues ausprobieren", sagt Manfred Spindler.
Ein besonderer Reiz bestand zudem darin, für das KKB eine eigene Combo zu haben. "So weit mir bekannt ist, sind wir die einzige Bühne weit und breit, die ihre eigene Band hat", sagt Bassist Uwe Bär sichtlich stolz.
Trotzdem war die neue Band eine Herausforderung. Ralf Marlok (Schifferklavier): "Wir machen keine Gaudi oder Comedy, wie es die Leute von uns gewohnt sind, sondern richtige Tanzmusik. Man kann uns daher auch für Kerwas oder andere Veranstaltungen außerhalb des KKB buchen." Allerdings sollen diese Auftritte eine Handvoll im Jahr nicht übersteigen, denn schließlich wird das Hauptaugenmerk weiter auf dem KKB liegen.

Seit Ostern wird geprobt

Seit Anfang des Jahres wurden nun fleißig Liederbücher gewälzt, welche Songs man ins Programm aufnimmt. "Wir haben schriftlich eine Liste aufgestellt, die auch einige Rockklassiker enthält. Seit Ostern sind wir fleißig am Proben", verrät Uwe Bär. Die Lieder werden aber nicht nur nachgespielt, sondern auch in eigenen Varianten präsentiert. "Manche Stücke haben wir auf Tonarten umgeschrieben, die wir besser singen können. Wir sind gespannt, wie die für uns arrangierten Versionen ankommen", sagt Ralf Marlok und fiebert der Premiere entgegen.

Playback ist verpöhnt

Wert legt das Quartett darauf, dass alles live ist und es kein Playback oder Halb-Playback gibt. "Jeder falsche Ton ist ehrlich, unsere Musik soll nicht wie von der Platte klingen. Denn diese Aussage ist für mich kein Lob. Wir wollen für ehrliche, handgemachte Musik stehen, und das wissen die Leute auch zu schätzen", sagt Roland Jonak.
Das Repertoire umfasst inzwischen rund 80 Lieder: "Das ist mehr, als man an einem Abend braucht", erläutert Uwe Bär. Bei den ersten Auftritten will man nun sehen, welche Songs wie ankommen und auf die Resonanz mit eventuellen Veränderungen reagieren. "Was nicht ankommt, schmeißen wir raus", bringt es Ralf Marlok auf den Punkt.
Und weiter: "Gerade die Premiere wird somit für uns eine ungemein interessante Angelegenheit. Wichtig ist uns vor allem, dass die Leute tanzen können. Wir spielen bei der Kerwa auch traditionelle Sachen und Schunkelrunden, die man sonst vielleicht nicht spielt."
Dass bisher rund 70 Karten für den Kerwa-Tanz verkauft wurden, ist für das Quartett "sensationell", denn schließlich wissen die Leute gar nicht, was auf sie zukommt. "Diese Nachfrage ehrt uns zwar, aber wir müssen erst beweisen, dass wir's drauf haben", sagt Manfred Spindler und stapelt tief. Denn wer die vier Typen kennt, der weiß, dass sie's drauf haben.


Das ist die KKB-Band