Der Kulmbacher Fotokünstler präsentiert über 100 Motive, die unter dem Thema "Sport Impressionen - von regional bis international" stehen. Die Bilder sind Unikate und erfassen außergewöhnliche und echte Momente im Sport.

Besondere Momente

Es war wohl ein Zeichen, dass Wolfgang Behrndt 1936 in Berlin geboren wurde, - gerade als die olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen wurden. Der Sport gehörte schon seit der Kindheit zu seinem Leben.

"Ich baute mir meine Rennräder selber zusammen", erinnerte sich der Fotokünstler, der seit 20 Jahren in Kulmbach lebt. Er war im Radsport, Volleyball und im Tischtennis tätig.

Seine zweite Leidenschaft galt immer der Fotografie. Seit Ende 1960 nahm er an zahlreichen Wettbewerben teil und gewann mit seinen Bildern Preise. "Geld bekam ich für meine Werke nicht", erzählte Behrndt.

Seine außergewöhnlichen Aufnahmen stützen sich auf seine Zeit als aktiver Sportler und seinem Talent für die Fotokunst. Die Bilder zeigen keine gestellten Siegerfotos, sondern Augenblicke des Glücks, der Anspannung oder der Konzentration. Sie halten die besonderen Momente des Sports fest und zeigen neben dem regionalen Sport nationale und internationale Sportler.
Behrndt fotografiert am liebsten Sportarten, die er selber noch nicht ausgeübt hat. "Dann entstehen meine besten Bilder", ist er überzeugt.

Keine bearbeiteten Fotos

Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) lobte die "Außergewöhnlichkeit" der Werke und bekannte sich selbst als sportbegeistert. "Wir versuchen, den Sport nach Kräften zu fördern", sagte er. Man wolle besonders Jugendliche dafür motivieren.

Auch BLSV-Kreisvorsitzender Lothar Seyfferth befand die Aufnahmen als hervorragend. "Sie zeigen fast alle Facetten des Sports", machte er deutlich.

"Mich interessieren besonders Fotos von behinderten Sportlern", sagte Wolfgang Behrndt. Alle seine Aufnahmen entstanden analog, wurden nicht bearbeitet und ohne Blitz geschossen. "Die Fotos sollen das echte Leben und die echten Menschen zeigen", verdeutlichte er.

Seine Liebe zur Menschenfotografie bezieht sich nicht nur auf den Sport. Auch im Theater- und Musikbereich lebt er sich gerne als Fotokünstler aus. Behrndt verteilte seine Bilder immer an verschiedene Einrichtungen. "Es nutzt mir ja nichts, sie daheim im Archiv zu haben", lachte er.

Die Ausstellung wird bis zum 28. April im ersten Obergeschoss des Landratamts zu sehen sein.
Sarina Rosenbusch