Bereits zum zweiten Mal in dieser Woche rückte die Stadtfeuerwehr im Rahmen der Übungswoche aus. Diesmal war der neue Baumarkt "Globus" in der Lichtenfelser Straße, der erst vor wenigen Monaten eröffnete worden ist, der Einsatzort.
Um 19.45 Uhr, also noch während der Öffnungszeit des Baumarktes, wurde der Alarm ausgelöst. Nach nur zehn Minuten trafen die ersten Löschzüge ein. Die Einsatzleitung lag in den Händen des stellvertretenden Kommandanten Michael Weich. Die Wehr rückte mit 35 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen an, darunter zwei mit Drehleitern, drei Tanklöschfahrzeuge, zwei Löschgruppenfahrzeuge und das Mehrzweckfahrzeug "Atemschutz".

Das Dach durchschlagen

Es wurde angenommen, dass sich im Lager ein Brand entfacht hat. Weich: "Hier lagern über Nacht die ganzen Akku- und Batterie-Stapler und werden hier auch gepuffert und geladen.
Bei vielen Baumärkten ist an diesen Ladestationen schon Feuer ausgebrochen. Wir sind bei der Übung davon ausgegangen, dass das auch im ,Globus' passiert ist und das Feuer sich im Lager ausgebreitet und das Dach durchgeschlagen hat." Mit zwei Drehleitern wurde ein Übergreifen auf den eigentlichen Baumarkt verhindert.
Ein Staplerfahrer galt als vermisst. Sehr schnell rüsteten sich zwei Angriffstrupps mit Atemschutzgeräten aus, um in das Innere des Lagers vorzudringen. Sie fanden den Mitarbeiter und zogen ihn mit Hilfe einer Tragetasche ins Freie. Dort wurde er vom BRK betreut und zum Einsatzwagen gebracht.

Eine lange Förderleitung

Es zeigte sich, dass der Löschwasservorrat der drei Tanklöschfahrzeuge nicht ausreicht. "Wir haben eine lange Förderleitung vom Getränkemarkt Marco bis zum Baumarkt aufgebaut", teilte Michael Weich mit. Sowohl die Mitarbeiter des Baumarktes als auch einige aufmerksame Beobachter konnten feststellen, dass die Stadtfeuerwehr die Übersicht bewies und der Einsatzleiter ruhig und besonnen agierte. Der stellvertretende Kommandant weiter: "Ich hatte zwar die Einsatzleitung, aber ich habe aufgrund der Größe des Baumarktes entschieden, diese aufzuteilen. Den Abschnitt 1, die Personenrettung und den Innenangriff, hat Kreisbrandmeister Jürgen Hochgesang übernommen, den zweiten Abschnitt der Gruppenführer der Drehleiter, Michael Weigel." Mit im "Boot" war die Unterstützungsgruppe "Örtliche Einsatzleitung", die vor dem Baumarkt ihren Einsatzleitwagen postiert und den Übungsablauf minutiös dokumentiert hat.

Sprinkleranlage getestet

Bei der Abschlussbesprechung nutzten die Wehrleute die Gelegenheit, die Zugänglichkeit des Baumarktes und der installierten Brandmeldeanlagen in Augenschein zu nehmen. Pete Weich dankte dabei ganz besonders Marktleiter Peter Stündl: "Es war für uns gut, dass wir noch während des Geschäftsbetriebes den Baumarkt als Übungsobjekt nutzen konnten." Es sei auch eine Übung für alle Mitarbeiter gewesen. So wurden von diesen sämtliche Notausgänge besetzt. Stündl hat den Markt auch evakuieren lassen, um die jährlich vorgeschriebene Übung gleich mit zu absolvieren. Der Baumarkt selbst mit einer Sprinkleranlage ausgestattet, die überprüft wurde.

Ein eingespieltes Team

Den Leiter der Polizei, Gerhard Renk, hat den Ablauf der Übung besonders interessiert verfolgt, "weil es ein neues Objekt ist und es die erste Übung im Baumarkt war". Zur Zusammenarbeit von Feuerwehr und BRK stellte dessen Einsatzleiter Maximilian Türk fest: "Es ist eine eingespielte Team. Die Zusammenarbeit funktioniert ganz perfekt im gesamten Landkreis."