Götz Frittrangs Humor ist derb, grob, gewöhnungsbedürftig. Seine Stories basieren auf dem wirklichen Leben,was ein beiläufiges Nicken bei manchen Besuchern bestätigt. Exakt hat er seine Umwelt beobachtet und die Erfahrungen in seinem Kabarettprogramm verarbeitet. Katzen verachten Menschen, was sie durch ständiges Ignorieren ihrer Herrchen beweisen, wohingegen Hunde sich durch ihre offene, herzliche, sympathische Art auszeichnen und einen mehr lieben als eine Frau, was Frittrang sogar beweisen kann: "Sperr einen Hund zwei Stunden im Kofferraum deines Autos ein. Wenn du ihn raus lässt, schleckt er dir das Gesicht ab. Und jetzt mach die Gegenprobe mit einer Frau!" Und ein zweites Beispiel bringt der Künstler: "Ein Hund geht, wenn du vor ihm stirbst, an gebrochenen Herzen ein. Deine eigene Familie ist aber fünf Minuten nach der Beerdigung zum Fressen im ‚Goldenen Ochsen'!"
Die Gags von Frittrang prasseln pausenlos auf das Publikum ein. Er gibt Tipps, wie man Zeugen Jehovas und den GEZ-Mann los wird, und er kann nicht verstehen, wieso Frauen wegen seinem aktuellen Kunstprojekt Angst bekommen, nur weil er sich deswegen in Tiefgaragen hinter Säulen versteckt, um Fotos von ihnen zu machen.
Im Arte-Kulturteil des Abends gibt er Anleitungen, wie man ein berühmter Buchautor wird, obwohl man in einer heilen Welt am Bodensee aufgewachsen ist, in der "einen nicht mal der Pfarrer missbrauchen wollte".

Sogar der Papst


Frittrang ist bissig, böse, zynisch, den Leuten gefällt's, sein schwarzer Humor kommt an, obwohl er vor nichts Halt macht, nicht mal vor dem Papst, der ein Mensch ist wie jeder andere und der insofern die gleichen Probleme mit seiner Mutter hat wie alle anderen. Was dessen Mutter bemängelt? Dass er sich mit einem Stellvertreterposten zufrieden gibt. ru