Der Shell-Autohof ist seit Montag mit seiner Tankstelle und dem Shop sowie einer "Baustellen"-Gastronomie wieder geöffnet. Die Euro Rastpark Gruppe aus Regensburg hat das Areal erst im Juni dieses Jahres erworben und wird es mit einem Betriebsleiter selbst betreiben.
Seit mehr als zwei Jahren war die Shell-Tankstelle mit dem angrenzenden Gebäude bis auf das Spielcasino geschlossen. Ebenso das Galerie-Hotel mit seinen knapp 100 Zimmern, das von der Regierung von Oberfranken auch als Unterkunft für Asylbewerber im Gespräch war und für das noch ein Käufer gesucht wird.
Zunächst will man mit einem kleinen Konzept beginnen, aber die wichtigsten Dinge gibt es schon, nämlich Schnitzel und Currywurst. Erst nach Abschluss aller Arbeiten werde man eine Karte mit einem breiteren Sortiment haben.
Im Frühjahr nächsten Jahres soll der Autohof dann im Vollbetrieb sein, dabei 24 Stunden rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr.
Mit der Wiedereröffnung von Tankstelle und dem Shop will die Euro Rastpark Gruppe ein erstes Zeichen setzen. Knappe sechs Wochen haben die Umbauarbeiten bislang gedauert. Das neue Konzept ist schon beim Eintreten erkennbar, nämlich eine direkte Überleitung von Shop und Bistro in die Gastronomie. Damit sollen auch optimale Betriebsstrukturen geschaffen werden, um erfolgreich zu arbeiten.
Thomas Kreutzmann, der den Autohof künftig verantwortlich betreiben wird: "Der Kunde sieht künftig schon, wenn er reinkommt, was heute gekocht wird." Es wird einen Wechsel zwischen der schnellen Gastronomie und dem Gast, der Zeit hat, geben. Bislang wurden 15 Arbeitsplätze geschaffen, im Endausbau kommen noch weitere zehn dazu.
Bürgermeister Gerhard Schneider freut sich über die Wiedereröffnung. "Das durchdachte Konzept des soliden Unternehmens hat uns von Anfang an überzeugt. Der Erfolg dieses Autohofes wird auch davon abhängen, wie die Betreiber es schaffen, den Geschmack unserer lokalen Kundschaft und der Gäste von der Autobahn zu treffen." Er sei auf jeden Fall froh, dass in den Autohof investiert und Arbeitsplätze geschaffen wurden.
Johannes Witt, Geschäftsführer der Euro Rastpark Gruppe Regensburg, wies darauf hin, dass seine Gruppe mit dem Erwerb der Immobilie und dem Umbau deutliche Investitionen tätigte: "Wir haben jetzt noch ein Baustellenkonzept, aber wir werden das übliche Konzept, das auch in Münchberg und Regensburg zu sehen ist, auch hier umsetzen. Wir waren von vornherein von dem Autohof und seinem Standort überzeugt, aber es hatte lange gedauert, bis wir zum Ziel gekommen sind." Mit dem Gesellschafter Thomas Kreutzmann habe man auch einen Partner an Land gezogen, der diesen Autohof zu altem und neuem Erfolg bringen soll.


Über eine Million investiert

Wie Geschäftsführer Johannes Witt hervorhob, werde die Euro Rastpark Gruppe in die Gastronomie eine sechsstellige Summe investieren. Dabei werden auch die Toiletten aus dem ersten Stock in das Erdgeschoss verlegt, damit die Kunden kurze Wege haben. Witt: "Wir werden ein einheitliches Konzept umsetzen und werden in der Summe einiges an Geld ausgeben, sowohl von der Eigentümerseite, aber auch vom Betreiber her. Wenn man beide Investitionen zusammenzählt, werden wir ganz leicht über die Million kommen."
Witt wies auch darauf hin, dass beim Umbau regionale Firmen beauftragt wurden und dass auch die Back- und Wurstwaren von einem regionalen Bäcker und Metzger sind. Geschäftsführer Johannes Witt: "Wir suchen die regionale Kooperation. Wir sind ein Teil von Himmelkron."
Künftig wird bei der Nutzung des Lkw-Parkplatzes wieder eine Gebühr von 10 Euro fällig. Dafür erhält man aber einen Gutschein, der im Restaurant eingelöst werden kann. Bis zu 130 Lastwagen haben auf der Anlage Platz.
Boris Friedrich (34), der aus Bayreuth stammt, wird den Autohof künftig als Betriebsleiter führen und ist in der Gastronomie kein Unbekannter: "Noch ist die Gastronomie ein gewisses Provisorium, wir hoffen aber, dass wir da mit großen Schritten voran kommen."