Als Zwölfjähriger hat Windsheimer, der im niederbayerischen Ortenburg zu Hause ist, seine Sammelleidenschaft entdeckt. Gute 50 Jahre ist das mittlerweile her. Seit kurzem kann sich der ehemalige Lehrer für Deutsch und Geschichte ganz dem Sammlen widmen. "Meinem Hauptberuf", wie er schmunzelnd sagt.
Windsheimer hat die Zeit bereits gut genutzt und gemeinsam mit Astrid Fick, Museumsleiterin auf der Plassenburg, zum 300. Geburtstag des Preußenkönigs eine Ausstellung besonderer Art konzipiert. "Was vom Ruhme übrig blieb..." ist sie überschrieben.Weniger das Leben und Wirken des "Alten Fritz" interessiert darin, sondern vielmehr das, was die Nachwelt von ihm im Gedächtnis behalten und was sie mit seinem Andenken gemacht hat.

Von einem "Highlight" spricht Bernd Schreiber, der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, von einer "hochkarätigen Sammlung", die einen sehr spezifischen Blick auf den Preußenkönig ermögliche, der Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm. Rund 150 geladene Gäste demonstrieren durch ihre Anwesenheit bei der offiziellen Ausstellungseröffnung im Festsaal des Zinnfigurenmuseums, dass es nicht irgendeine beliebige Schau ist, die da bis zum Januar auf der Plassenburg zu sehen sein wird. Stadt und Schlösserverwaltung präsentieren sich dabei als Partner. Weil in den Räumen der Staatlichen Sammlungen, in denen Windsheimers "Armeemuseum Friedrich der Große" untergebracht ist, der Platz nicht reicht, springt die Stadt mit ihrem Zinnfigurenmuseum als Gastgeberin ein.
Der Präsident, der Oberbürgermeister und der Sammler loben die Kooperation. Die beschränkt sich bis auf weiteres freilich auf die Kunst. In Sachen Verkehrserschließung hat der Präsident keine Neuigkeiten zu vermelden. Den Wunsch der Stadt nach einer besseren Erschließung prüfe man gründlich: "Dafür braucht es Gehirnschmalz und Planung", sagt Schreiber. "Und Geduld."

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