Allein die Erträge, die mit beiden Häusern erzielt werden, sind doppelt so hoch wie der gesamte Haushalt des Landkreises Kulmbach: "Wir haben in den letzten zehn Jahres etwas geschafft, für das uns viele mit Respekt betrachten", betonte Zweckverbandsvorsitzender Landrat Klaus Peter Söllner.

"Krankenhausträger und Geschäftsführung werden alles dafür tun, damit unser Klinikum weiter auf Wachstumskurs bleibt und die Arbeitsplätze in öffentlicher Trägerschaft gesichert bleiben."

Im Stellenplan 2014 sind 1023,50 Stellen ausgewiesen. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2013 um 45,05 Planstellen. Insgesamt sind am Klinikum mit der Fachklinik derzeit fast 1400 Menschen beschäftigt. Damit ist das Klinikum weiterhin größter Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb in der Region.


Nachwuchssuche im schwieriger

Landrat Klaus Peter Söllner merkte allerdings an, dass es immer schwieriger werde, die Ausbildungsplätze für den Beruf der Krankenpflegehelfer und -helferinnen mit qualifizierten jungen Leuten zu besetzen.

Söllner verwies auf die einzelnen Investitionen - so auf die Erweiterung des Klinikums mit dem achten Bauabschnitt. Der zweite Herzkathetermessplatz trage zu einer erheblichen Verbesserung der Abläufe bei. Dieser Bauabschnitt ist mit insgesamt 8,9 Millionen Euro in das Bauprogramm des Freistaates Bayern aufgenommen, bis Ende 2013 konnten 7,45 Millionen Euro Fördermittel abgerufen werden. Für 2014 wurden weitere 490 000 Euro Fördermittel bewilligt, die Baukosten belaufen sich derzeit auf 8 719 364 Euro.

Weiter erwähnte Verbandsvorsitzender Klaus Peter Söllner die Erweiterung der Fachklinik Stadtsteinach, die mit Kosten von 4 066 625 Euro abgerechnet wurde. Damit liege man deutlich unter der Kostenschätzung von 4 254 185 Euro.

Warten auf positives Urteil

Weiter ging der Verbandsvorsitzende auf die Errichtung der Parkgarage ein. Die Maßnahme soll unmittelbar nach einer positiven Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs München in Angriff genommen werden, um die Parkplatzproblematik schnellstens beheben zu können. Söllner: "Wir erwarten unmittelbar nach der Sommerpause ein positives Urteil und werden die Baumaßnahme sofort angehen." Zwischenzeitlich wurden 49 provisorische Stellplätze geschaffen. Zusätzlich sollen an der Auffahrt der Albert-Schweitzer-Straße auf den Grundstücken des Zweckverbandes und der Stadt Kulmbach nochmals 38 Behelfsstellplätze für die Bediensteten geschaffen werden.

Bei der Sanierung der Parkgarage laufe nach wie vor eine gerichtliche Auseinandersetzung. Diesbezüglich seien bislang Kosten von 542  136 Euro aufgelaufen, die Maßnahme soll im kommenden Monat abgeschlossen werden.

Bald zehn OP-Säle

Schließlich sei noch die Verlegung der Wasserbehälter notwendig. Und von der Regierung von Oberfranken wurde die Errichtung eines weiteren OP-Saales mit Kosten von 1,2 Millionen Euro genehmigt. Das Klinikum verfügt dann über insgesamt zehn OP-Säle.

Geschäftsführer Herbert Schmidt erläuterte den Erfolgsplan mit Erträgen und Aufwendungen in einer Höhe von 111 324 845 Euro. Der Vermögensplan schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 11 309 961 Euro ab. Schmidt: "Damit wird wiederum die 100-Millionen-Grenze im Erfolgsplan überschritten. Das Gesamtvolumen liegt um knapp neun Millionen Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres."

Personalkosten: 60 Millionen

Die stationären Zugänge wurden für 2014 mit 20 646 Patienten angesetzt. Die Personalkosten werden rund 60 Millionen Euro betragen. Das sind fünf Millionen Euro mehr gegenüber dem Vorjahr.

Zum Anlagevermögen berichtete Schmidt, dass dies bei knapp 98,5 Millionen Euro liegt. Die Bilanzsumme 2013 beläuft sich auf 142,5 Millionen Euro der Eigenkapitalanteil beträgt 46,1 Prozent der Bilanzsumme.

Oberbürgermeister Henry Schramm kam zum Ergebnis: "Die Menschen in der Region vertrauen unserem Haus. Unser Haus ist fit für die Zukunft, und es macht Spaß, die erfolgreiche Zusammenarbeit zu gestalten." Eine wichtige Entscheidung war auch, so der stellvertretende Verbandsvorsitzende, die neue Fachrichtung Neurologie, die das Klinikum in die Lage versetzt, die Patienten umfassender zu betreuen.