Daniel Eyßer will jetzt in Würzburg mathematische Physik studieren. "Es ist eigentlich wie ein Mathe-Studiengang, aber eben auch mit Bezug auf die Physik", erklärt der 19-Jährige. Als Mathematiker habe man heutzutage viele Chancen. "Vielleicht versuche ich auch, an der Uni zu bleiben."
Der aktive Schütze aus Thurnau an wird künftig nicht mehr die Zeit haben, um regelmäßig zum Schieß-Training zu gehen. Für die Lehrer am beruflichen Schulzentrum fand er nur lobende Worte. "Ich bin auch froh darüber, dass die 13. Technikerklasse in Kulmbach zustande kam, sonst hätten wir nach Erlangen oder Hof gemusst."
Valentina Trott hat vor, an der Universität in Bamberg das Lehramt für Volksschulen studieren. "Meine Stärken lagen in Deutsch und Mathe, aber eigentlich bin ich überall ganz gut", meint die 21-jährige Kulmbacherin. Sie fand bislang immer noch die Zeit für Tanz, Zumba und Yoga.
"Ich lese viel und gehe auch gern ins Kino. Und ich kann nur sagen, dass wir richtig kompetente und engagierte Lehrer hatten. Ich kann nur Positives über unsere Schule sagen."
Schulleiter Joachim Meier nahm die Verabschiedung der 13. Klassen vor. Als Klassenbeste zeichnete er ferner Nina Buckreus (1,18) aus Wilhelmsthal und Luisa Kaiser (1,25) aus Grub am Forst aus. Die Mathematikpreise gingen an Florian Zeitler und Nina Buckreus mit jeweils 15 Punkten.
Insgesamt erhielten 54 Absolventen ihre Zeugnisse. Darunter waren neben 25 Schülern der Fachoberschule und neu der Berufsoberschule auch 20 junge Leute, die am freiwilligen Ausbildungsgang DBFH, einer dualen Ausbildung zum Mechatroniker teil. Zwei von ihnen erzeilten einen Notendurchschnitt unter 1,3 und werden zur Eliteprüfung angemeldet.
"Wir können feststellen, dass dieser Jahrgang etwas Großartiges geleistet hat", freute sich Meier.
"Das Abitur ist ein ganz wichtiger Baustein für ihr Leben", sagte der Schulleiter. Die Fachoberschüler hätten in einem vergleichsweise kurzen Zeitraum gleich zwei Reifeprüfungen abgelegt - das Fachabitur vor einem Jahr und jetzt das Abitur.
Landrat Klaus Peter Söller und Oberbürgermeister Henry Schramm beglückwünschten die Absolventen mit launigen Reden und erinnerten dabei an ihre eigene Schulzeit. Beide stellten auch das durchlässige Schulsystem heraus, das man am Standort Kulmbach anbieten könne. Das berufliche Schulzentrum sei in Kulmbach ein Erfolgsmodell. Landrat Söllner: "Wir werden mit unseren Schulen weiterhin Erfolg erzielen und wir haben auch absolute Qualität beim Lehrkörper."
Ein Grußwort sprach auch die Vorsitzende des Elternbeirates, Andrea Pfreundner.
Für den musikalischen Rahmen sorgten Fachoberschülerin Johanna Dupke "and friends".