"725 Jahre erste urkundliche Erwähnung Cottenaus - das ist ein wahrhaft stolzes Jubiläum! Cottenau ist ein geschichtsträchtiger Ort." Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Hermann Anselstetter am Samstag den Dorfabend im Feuerwehr- und Schützenhaus.

Studentin Anna Bergmann setzte sich mit dem Begriff Heimat auseinander. Heimat sei viel mehr als der Ort, an dem man aufgewachsen ist: " Heimat hat etwas mit Verwurzelung zu tun. Dort, wo unsere Wurzeln sind, scheinen wir uns daheim zu fühlen. Heimat ist, wo man seine Wurzeln hat."

Bürgermeister Hermann Anselstetter: "Unser Jubeldorf lebt auch 2014 von den Schönheiten der Schöpfung Gottes, von den Reizen einer vielgestaltigen Natur und vom Tageslauf heimat-verbundener Bürger. Eingebettet in eine sanfte Senke und umrahmt von schützenden Hügeln schmiegt sich das Dorf seit eh und je an die Schultern der Natur.
Es war immer was los in Cottenau, seit Ortolf von Kotenaue im Jahre 1289 mit seiner Unterschrift als Zeuge einer Schenkungsurkunde des Klosters Langheim den Grundstein für die 725-jährige Ortsgeschichte gelegt hat."

Klingende Adelsnamen haben am Schloss, in der Kirche, in Dorf, Wald und Flur ihre Spuren hinterlassen: Derer von Cottenau, von Waldenfels, von Guttenberg, von Rabenstein, von Wallenroth und von Oberland haben dem Kirchdorf Cottenau von 1289 bis 1814 ihren Stempel aufgedrückt.

Dank der freiwilligen Eingliederung in den Markt und Luftkurort Wirsberg habe Cottenau den Aufstieg zu einem modernen Wohndorf geschafft - mit attraktiven Baugrundstücken, einem Kinderspielplatz, einem Jugend-Bolzplatz mit Grillhütte bis hin zu einer Luftreinheit von Premiumqualität. "Und in welchem 100-Seelendorf hört man im 21. Jahrhundert noch früh, mittags und abends das Rufen des Gebetsglöckleins? "

Als Jubiläumsgeschenk werde die Marktgemeinde bei dem neu angelegten Biotop an der "Alten Schöpf beim Waaghäusla" eine Ruhebank aufstellen.

Für Landrat und Schirmherr Klaus Peter Söllner ist es etwas ganz Besonderes, wenn die gesamte Bevölkerung Anteil an diesem Fest nimmt: "Das ist hier in Cottenau der Fall. Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Jubiläum, das im Festjahr 2014 durchgeführt wird, nicht nur die Funktion haben wird, auf die Vergangenheit zurückzublicken, sondern auch ein stückweit neue Kraft für die Zukunft zu schöpfen."

Söllner , der ein Geldgeschenk überreichte, wusste noch von einer lustigen Anekdote aus dem Fußball zu berichten, als sein Heimatverein TSV Stadtsteinach in einem Abstiegsjahr glaubte, die Hürde beim SV Cottenau mit "links" zu nehmen, dort aber mit 0:4 sang- und klanglos unterging: "Liebe Cottenauer, dieses Spiel hat bis heute in den Annalen des TSV Stadtsteinach einen festen Platz."

Pfarrer Peter Brünnhäußer ging auf die "Peter und Paul" Kirche ein, die wie eine Bergkapelle im Ort stehe. Die ältesten Teile der Kirche stammten aus dem zwölften Jahrhundert.

Die Vorsitzenden der drei Vereine im Ort, Jochen Trier für die Feuerwehr, Thomas Bezold für die Schützen und Michael Kollerer für den Sportverein, stellten ihre Vereine vor und machten deutlich, wie wichtig jeder für die Dorfgemeinschaft ist.

Neben Anna Bergmann sprach auch Ilse Bergmann das Gemüt der Cottenauer an.

Für die passende musikalische Umrahmung sorgten die Kulmbacher "Stollmusikanten".

Werner Reißaus sorgte als "Echter Franke" für einen humorvollen Abschluss.