Für die Einwohner des Weilers Kieselhof war schon ein paar Tage früher Weihnachten. Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) nahm ganz offiziell die gemeindliche Wasserversorgung in Betrieb. Der Weiler war bislang nicht an das öffentliche Netz angeschlossen, sondern versorgte sich noch über Hausbrunnen.

"Wir hatten im vergangenen Jahr das Problem, dass mehrere Brunnen trockengelaufen und damit für die Wasserversorgung ausgefallen sind. Unsere Feuerwehr musste eine Notversorgung vornehmen", erinnerte sich Schneider. Das Projekt werde voraussichtlich 210 000 Euro kosten.


Förderung lief aus


In Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof habe man noch eine Möglichkeit gefunden, in ein auslaufendes Förderprogramm zu kommen. Damit konnte die 1090 Meter lange Anschlussleitung nach Kieselhof mit staatlichen Mitteln bezuschusst werden.

"Es war vielleicht die letzte Maßnahme im gesamten Amtsbezirk des Wasserwirtschaftsamtes Hof", sagte Behördenvertreter Klaus-Dieter Löwel.

Planung und Ausschreibung übernahm das Ingenieurbüro Kittner & Weber aus Sonnefeld. Für Bauüberwachung und Abnahme war das Büro Tröger aus Brandholz bei Bad Berneck zuständig. Ein Sonderlob erhielten die Männer der Firma Karl Roth aus Wunsiedel, die die Tiefbauarbeiten erledigten.

"Wir sind dankbar, dass Kieselhof ans öffentliche Netz angeschlossen werden konnte und wir damit noch ein Stück weit mehr an Versorgungssicherheit in der Gemeinde Himmelkron haben", sagte der Bürgermeister. Leider sei es nicht möglich, den Kunigundenhof mit zu versorgen, weil die Gefahr der Verkeimung zu groß gewesen sei.


Lücke geschlossen


Das Bauunternehmen Roth hat gleichzeitig den 385 Meter langen Lückenschluss vom Lanzendorfer Hochbehälter am Kremitzer Berg zur Edellaitsch durchgeführt. Diese Maßnahme verursachte Kosten von 85 000 Euro und bringt nach den Worten von Gerhard Schneider in dem dortigen Wohngebiet mit der Erhöhung des Wasserdrucks noch ein Stück mehr an Versorgungssicherheit.

Der Bürgermeister ließ nicht unerwähnt, dass damit in diesem Jahr insgesamt rund 600 000 Euro in die gemeindliche Wasserversorgung investiert wurden: "Wir können stolz sein, dass wir das stemmen konnten. Der Anschluss von Kieselhof ist ein wunderschönes Christkindla."

Schneider gab sich zuversichtlich, dass die wenigen Restarbeiten für den Anschluss von Kieselhof bald abgeschlossen sein werden.

Marko Leistner von der Firma Roth sprach von einer angenehmen Zusammenarbeit mit den betroffenen Grundstückseigentümern und den Anliegern von Kieselhof sowie der Bauverwaltung der Gemeinde. Er freute sich, dass man das Projekt noch vor Weihnachten erfolgreich übergeben konnte.