Nach der Stellungnahme der Burgkunstadter Stadträtin Ingrid Kohles meldet sich nun nochmals der Schimmendorfer Ortssprecher Siegfried Münch zu Wort. Dabei geht es erneut um den Baustellenverkehr für den Windpark Hain-Ost.

Er müsse, so Münch, die Behauptung von Kohles berichtigen, dass sich der Windpark Hain-Ost einzig und allein auf dem Gebiet des Landkreises Kronach befinde. Außerdem sei es falsch, dass Burgkunstadt darüber auch nicht habe mit bestimmen können.


Nachfrage bei Regierung

Seine aktuelle Nachfrage bei der Regierung von Oberfranken habe aber ergeben, dass sich die Stadt Burgkunstadt im Herbst 2012 im Anhörungsverfahren zum geplanten Wind-Vorranggebiet Hain-Ost geäußert und Änderungen hinsichtlich des auf ihrem Gebiet liegenden Teils gefordert habe. Diese Wünsche seien demnach bei der späteren Ausweisung auch berücksichtigt worden. Das Wind-Vorranggebiet Hain-Ost und damit der Windpark lägen nach Aussage der Regierung von Oberfranken also sehr wohl auch auf Flächen der Stadt Burgkunstadt, die zudem aktiv in die Planungen eingegriffen habe.

Neben ihrer Beteiligung am Windpark profitiere die Stadt Burgkunstadt noch von der Sanierung ihrer maroden Feld- und Waldwege im sechsstelligen Euro-Bereich.

"Doch die dazu gehörige Rechnung sollen die Nachbarkommunen zahlen, sprich die negativen Begleiterscheinungen des ursächlich durch die Entscheidungen der Stadt Burgkunstadt hier auftretenden enormen Baustellenverkehrs", kritisiert Münch.

"Die Stadt Burgkunstadt spielt falsch, bewegt sich moralisch in der untersten Schublade, indem sie den Verkehr aktiv von ihren Ortschaften fern halten will, obwohl nur sie finanziell profitiert", betont er.

Die Bemerkung, wonach die Unterstützung des Mainleuser Bürgermeisters für den Windpark Hain-Ost der Grund speziell für diese unsägliche Situation sei, schlage dem Fass den Boden aus. "Das ursächliche, egoistische und rücksichtlose Verhalten des Burgkunstadter Stadtrates wird völlig außer Acht gelassen."


War Erpressung

"Dass die MVV Energie AG Mannheim das wohl als Erpressung zu bezeichnende Verhalten der Stadt Burgkunstadt im zweiten Anlauf dann doch mitträgt, macht die Sache nicht besser und darf ebenso nicht unerwähnt bleiben", erklärt Münch.