Vermutlich eine Gasgemisch-Explosion hat am Samstagnachmittag im Werkstattgebäude der Bauunternehmung Hollweg-Bau GmbH im Neuenmarkter Ortsteil Hegnabrunn einen Dachstuhlband ausgelöst. Bei der Polizeinspektion Stadtsteinach, die mit der Aufnahme des Schadensfalles beschäftigt war, herrschte unmittelbar nach dem Brandfall noch Ratlosigkeit, wie es zu dieser Verpuffung kommen konnte.

Ein Mieter in einem benachbarten Wohnhaus des Bauunternehmens wurde durch einen lauten Knall aufgeschreckt und als er nach dem Rechten schauen wollte, kamen ihm auch schon Rauchwolken aus dem Werkstattgebäude entgegen. Er alarmierte sofort die Polizei und um 15.58 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle in Bayreuth ein: "Dachstuhlbrand in der Bayreuther Straße 7".


Zahlreiche Feuerwehren im Einsatz

Neben den Feuerwehren aus dem Gemeindebereich Neuenmarkt mit Neuenmarkt, Hegnabrunn und Schlömen waren noch die Wehren aus Trebgast, Feuln-Waizendorf, Himmelkron, Wirsberg, Untersteinach und Kulmbach im Einsatz, die den Dachstuhlbrand sehr schnell unter Kontrolle hatten. Dennoch entstand an den dort gelagerten Baumaschinen ein Schaden, der sich nach vorsichtigen Schätzungen auf rund 50.000 Euro bewegen dürfte. Zu verletzten Personen kam es nicht.

Die Feuerwehr Kulmbach nahm mit dem Rüstwagen eine Messung der Abwasserleitung vor, die unmittelbar an dem Werkstattgebäude vorbeiführt. Kreisbrandinspektor Fritz Weinlein: "Der Rüstwagen verfügt über ein Messgerät, mit dem explosive Atmosphären gemessen werden können. Wir wollen damit auf Nummer sicher gehen, dass in dem Kanal keine explosive Atmosphäre ist." Dies wurde dann auch bei der Messung bestätigt.

Wie die Polizei mitteilt, ist jedoch Benzin und Öl in die Abwasserleitung geraten. Die genaue Ursache des Dachstuhlbrandes und die damit vorausgehende Verpuffung wird noch untersucht.