Die Bierwoche 2016 ist beendet, und schon laufen die Vorbereitungen für 2017. Nach dem Abbau des Stadels beginnt in wenigen Tagen der Abbruch der Tiefgarage. Die 68. Kulmbacher Bierwoche findet aber auf jeden Fall auf dem dann sanierten und neu gestalteten Zentralparkplatz statt. Das sagt OB Henry Schamm (CSU), der davon überzeugt ist, dass die Baumaßnahme rechtzeitig abgeschlossen werden kann. "Es gibt keinen Plan B. Ich freue mich schon darauf, den Anstich auf der nächsten Bierwoche im dann zur Stadthalle gedrehten, neuen Stadel vornehmen zu können ."

Die 67. Ausgabe sei ein Fest der guten Laune gewesen, so Schramm, der sich darüber freut, dass die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen nach den Gewaltakten in München, Würzburg und Ansbach gegriffen haben und sich die Stimmung "von Tag zu Tag gesteigert hat".


Stodden: gelebte Bierkultur

Neun Tage lang sei Bierkultur gelebt und
gefeiert worden, betont der Vorstandssprecher der Kulmbacher Brauerei, Markus Stodden. Dass die Anzahl und Präsenz der Sicherheitskräfte erhöht worden war, hätten die Besucher akzeptiert. "Auch bei den verstärkten Taschenkontrollen haben sie vollstes Verständnis gezeigt." Stodden spricht von einer reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Polizei, Sicherheitsdienst, BRK, DLRG und Malteser Hilfsdienst.

Was die Besucherzahl betrifft, so macht Organisator Michael Schmid deutlich, dass die Brauerei mehr als zufrieden ist. "An allen Tagen waren der Stadel und das Umfeld gut besucht. Insgesamt hat die Bierwoche über 100 000 Bierliebhaber zu uns gelockt."


BRK: viele kleinere Einsätze

Der Abschlussbericht des BRK dokumentiert hauptsächlich kleinere Einsätze. "Wie in den letzten Jahren wurden auch 2016 vor allem Patienten mit Blasen an den Füßen, Schnittverletzungen durch Scherben, Insektenstichen und Kreislaufproblemen behandelt", so das Fazit von Einsatzleiter Maximilian Türk. Erfreulicherweise seien im und um den Stadel herum kaum Verletzungen aufgrund von Schlägereien und durch übermäßigen Alkoholkonsum zu dokumentieren gewesen, so die Brauerei.


Polizei in der Innenstadt gefordert

Vor allem nach Ausschankschluss hatte die Polizei jedoch mit Betrunkenen in der Innenstadt viel zu tun. Vor allem am Freitag und zweiten Samstag seien die Einsatzkräfte gefordert gewesen, so Inspektionsleiter Gerhard Renk. "Nach Ausschank-Ende, wenn viele Besucher des Bierfestes noch nicht nach Hause gehen, sondern die Innenstadtkneipen bevölkern, kommt es aufgrund der Alkoholisierung immer wieder zu Situationen, die ein Einschreiten der Polizei erforderlich machen."

Dank der starken Präsenz durch Kräfte der Bereitschaftspolizei seien die meisten Auseinandersetzungen im Keim erstickt worden. Trotzdem kam es, so der Inspektionsleiter, zu Tätlichkeiten, "wobei bis auf einen Fall die Verursacher unmittelbar nach der Tat festgenommen oder mittlerweile ermittelt werden konnten". In Anbetracht der hohen Besucherzahlen sei die Polizei mit dem Verlauf der Bierwoche aber zufrieden, so Renk.