Bei der Feier der Firmen Bergmann-Kalk und Franken-Maxit fand eine Premiere statt. Auf Initiative von Waltraut Hübsch traten erstmals elf musikalisch versierte Mitarbeiter beider Unternehmen auf, die nur Wochen zuvor eine Band gegründet hatten. Die Gruppe mit dem Namen "Heavy Mörtels" gab einige Kostproben ihres Könnens. Auch ein Double von Elvis Presley, ein Außendienstmitarbeiter von Franken-Maxit (Konrad Ochsenkühn), gab dem Abend eine ganz besondere Note.

Firmenchef Hans-Dieter Groppweis berichtete von einem Nord-Südgefälle in Bayern, das man im Baugeschäft zu spüren bekomme. Im Großraum München sei ein Einfamilienhaus für einen "Normalverdiener" unbezahlbar geworden. Ende November habe es bei Franken-Maxit einen Umsatz-Zuwachs von fast sieben Prozent gegeben, was einem Mehrumsatz von 3,5 Millionen Euro entspricht. "Davon sind aber 3,3 Millionen Euro aus dem Gebiet Süd mit der Niederlassung in Niederwinkling", sagte Groppweis.

Bei Prag wird gebaut

Bei Bergmann-Kalk habe man das gute Ergebnis aus 2011 nicht wiederholen können. Die Hauptinvestition sei gegenwärtig die Erweiterung und der Umbau der Sandanlage 2. Vier Stahlsilos mit einem gesamten Fassungsvermögen von 800 Kubikmetern würden neu erstellt. Die größte Investition werde momentan in Beroun bei Prag getätigt. Dort entstehe an der Autobahn Prag-Pilsen ein neues Trockenmörtelwerk.

Langjährige Mitarbeiter wurden geehrt. Für 20 Jahre Mirko Böhlig und Gerd Angermann, für 25 Jahre Waltraut Hübsch, Petra Dörfler, Gerd Weich, Hans Kolb, Herbert Schubert, Franz Forster und Andreas Hofmann, für 30 Jahre Ludwig Grillmeier und für 35 Jahre Günther Einer. Einer, der den Beruf des Kalkmüllers erlernt hat, setzt eine Familientradition fort. Schon sein Vater hat bei Bergmann-Kalk gearbeitet. Zur Frage, was sich in den vielen Jahrzehnten geändert hat, sagte Einer.

Das hat sich geändert

"Zu Beginn war eine Sandanlage zu betreuen, jetzt sind es drei. Und aus einem Kalkofen sind mittlerweile zwei geworden. Die Tagesleistung beträgt aktuell 150 Tonnen Branntkalk", teilte der Geehrte mit, nach dessen Worten im Drei-Schicht-Betrieb neun Personen in seiner Abteilung beschäftigt sind, darunter auch Auszubildende, die heute den Beruf Aufbereitungsmechaniker Naturstein erlernen.

Nach mehr als drei Jahrzehnten hinter dem Lenkrad seines Lasters wurde Georg Neukam in den Ruhestand verabschiedet.