"Das ist ein historischer Tag für Stadtsteinach", sagte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) in seiner Ansprache. "Und ein Feiertag für die große Mehrheit der Einwohner." Denn mit dem Neubau der Ortsumgehung sollen Schwerlast- und sonstiger Durchgangsverkehr im Innenstadtbereich reduziert sowie Lärm- und Abgasbelastung verringert werden.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der zum Spatenstich angereist war, sagte: "Die Ortsumgehung bedeutet mehr Lebensqualität für die Anwohner und einen besseren Verkehrsfluss für Autofahrer, Pendler und Wirtschaftsverkehr." Das Bauvorhaben sei ein "Riesengewinn", um die innerstädtische Situation zu entlasten. Immerhin würden pro Tag rund 6730 Fahrzeuge durch Stadtsteinach fahren.

Drei Viertel des Verkehrsaufkommens sollen künftig über die Ortsumgehung an Stadtsteinach vorbeigeführt werden, wie Helmut Schütz, Amtschef des bayerischen Bauministeriums, in seiner Rede erklärte.

Befürworter und Gegner der Ortsumgehung

"Wir sind überglücklich über den Baubeginn", äußerte sich Diana Kraus, die als Anwohnerin in Stadtsteinach direkt vom täglichen Verkehrsaufkommen betroffen ist, gegenüber der BR. Mit ihrem kleinen Kind im Kinderwagen und einem Schild mit der Aufschrift "Danke" war sie beim Spatenstich erschienen.

Wenige Meter weiter hingen Protestplakate des Bund Naturschutz von einer Brücke. "Umdenken in der Verkehrspolitik" und "Landverbrauch stoppen" lauteten zwei der Forderungen. Bürgermeister Roland Wolfrum (SPD) begrüßte in seiner Ansprache auch die Kritiker des Vorhabens: "Die Demokratie lebt davon, dass man Meinungen austauscht."

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