In das Horn all derer, die die Messe in den höchsten Tönen loben, bläst auch Einstellungsberater Stefan Kunz von der Bundespolizei in Nürnberg: "Die Veranstaltung mit ihren tausenden Besuchern ist für uns eine tolle Möglichkeit, um an Nachwuchs heranzukommen. Stände, Vorträge und Workshops vermitteln echte Infos zu fast jedem Berufsbild."

Christian Blum (17), ist sich noch unschlüssig, was er einmal werden will. Einen Beruf, den er in die engere Wahl gezogen hat, ist der des Polizeibeamten. "Als Polizist zeigt man soziales Engagement, sorgt für Sicherheit und Ordnung. Das finde ich gut", begründet er seine Entscheidung.

Bei Kunz ist er an der richtigen Adresse: Anhang von Broschüren erläuterte er ihm, welche Einstellungsvoraussetzungen man mitbringen muss und welche Aufstiegschancen es gibt. Dabei erfährt der angehende Abiturient, der die 12. Klasse des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums besucht, dass für ihn der gehobene Polizeivollzugsdienst in Frage komme. "Damit können sie es bis zum Polizeikommissar bringen", erklärt ihm der Experte mit.

Welchen Eindruck hat er von dem jungen Mann gewonnen? "Er wirkte auf mich sehr interessiert. Die allgemeinen Einstellungsvoraussetzungen, wie körperlich Eignung oder keine Vorstrafen, erfüllt er. Mit Abitur ist er zudem berechtigt, dass Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst zu absolvieren."

Nicht nur gestandene Ausbilder gewähren den jungen Leuten Einblick in die Welt der Berufe, auch Lehrlinge erzählen aus ihrem beruflichen Alltag. Die Spedition Emons aus Himmelkron setzt auf dieses Konzept. Florian Luding (19) aus Hof ist einer von mehreren Azubis, die das Gespräch mit den Schülern suchen. Er möchte den jungen Leuten den abwechslungsreichen Beruf des Speditionskaufmannes näher bringen, der nicht gerade erste Wahl ist, wenn es um kaufmännische Berufe geht.

Durch ihn erfährt Jennifer Bock, dass Fremdsprachenkenntnisse in einer Spedition unerlässlich sind. Wie sehen die beruflichen Vorstellungen der Weismainerin aus, die die Realschule Burgkunstadt besucht? "Ich möchte auf dem kaufmännischen Sektor arbeiten. Wirtschaftskunde und Rechnen liegen mir. Für eine Stelle im Logistikbereich bringe ich mit Englisch und Französisch die nötigen Sprachkenntnisse mit."

Prominentester Besucher der Messe ist der parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, MdL Hartmut Koschyk. Der Gast aus Bayreuth hat den Veranstaltern ein dickes Lob mitgebracht: "Die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft wird in Kulmbach in vorbildlicher Weise gelebt."

Der Politiker stimmt das hohe Lied auf das Duale Ausbildungssystem an, das sich für ihn zu einem Exportschlager entwickelt hat: Sogar in China habe man es inzwischen übernommen. Für ihn Grund genug, das bewährte System weiter zu entwickeln.

"Die Messe hat sich in den vergangenen 22 Jahren zu einem Prachtkerl entwickelt", schwärmt Dr. Michael Pfitzner, Vorsitzender des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft. Ihr Scherflein dazu beigetragen haben in diesem Jahr die 18 Auszubildenden des Landratsamtes Kulmbach. Unter der Leitung von Stephanie Betz, die am Landratsamt für Ausbildung und Personalentwicklung zuständig ist, haben die jungen Leute die Messe mit vorbereitet und organisiert. Als Anerkennung für ihren Einsatz überreicht ihr Pfitzner einen Blumenstrauß.