Es gibt viele Bibelstellen, die Aurelia Jonak gefallen. Aber ein Vers nimmt in ihrem Leben einen besonderen Stellenwert ein. Er steht im ersten Korintherbrief: "Also bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; am größten unter ihnen ist die Liebe."

Glaube, Hoffnung und Liebe sind für Aurelia Jonak notwendig und nicht voneinander zu trennen. Das zeigt sich immer wieder in ihrem Alltag. "Mein Glaube kommt von Herzen. Das ist auch nötig, um den Glauben anderen Menschen vermitteln", sagt Aurelia Jonak. Diese Überzeugung habe sie wahrscheinlich während ihrer Arbeit als Kinderpflegerin entwickelt. "Den Kindern konnte man den Glauben relativ leicht vermitteln, aber die Eltern mussten oft erst überzeugt werden." Auch ihren eigenen Kindern hat Aurelia Jonak ihren Glauben vorgelebt. Er sollte ihnen auch in schwierigen Zeiten helfen und Kraft geben.

"Ich möchte meinen Glauben weitergeben", betont die 52-Jährige. Das sei ihr auch bei ihrer Arbeit in der Kirchengemeinde und im Zusammenleben mit ihren Mitmenschen wichtig.

Neben dem Glauben ist Aurelia Jonak auch die Hoffnung wichtig. "Ein Leben ohne Hoffnung ist ein sehr tristes Leben." Vor allem in Krisenzeiten sei die Hoffnung auf Gott entscheidend. "Ohne Hoffnung hat man nichts, was einen wieder aufbaut." Sie versuche auch anderen Menschen Hoffnung zu geben, wenn diese sie brauchen. Aber für Aurelia Jonak wäre das alles ohne die Liebe nicht möglich. Darum sei sie auch für sie die Größte von allen. "Liebe ist für alle Menschen wichtig. Ohne Liebe würden wir eingehen wie Pflanzen ohne Wasser und Licht." Bei ihrer Arbeit im Caritas-Ausschuss seien Nächstenliebe und der herzliche Umgang mit Menschen entscheidend. "Ein Lächeln oder eine herzliche Geste hilft den Menschen und auch mir selbst."

Aurelia Jonak wird nach etwa 20 Jahren ihre Arbeit innerhalb des Pfarrgemeinderates Anfang 2014 beenden. "Ich möchte mich jetzt noch mehr um meine Familie kümmern und viel Zeit mit meinem Enkelkind verbringen."