Hahnenschreien, Hühnergackern und Taubengurren - die Mainleuser Sommerhalle befindet sich am 5. und 6. November, also heute und morgen, fest in der Hand der Geflügelzüchter aus dem Landkreis Kulmbach.
Insgesamt 528 Tiere von 53 Züchtern gilt es am Wochenende zu bestaunen. Dabei haben die Tiere oft wohlklingende Namen wie zum Beispiel "Appenzeller Spitzhauben", so heißt beispielsweise eine ausgestellte Hühnerrasse, oder "Araucanas", das sind Hühner, die grünfarbige Eier legen.

Unter den Tauben währen die "Indianer", "Deutsche Schautippler" oder "Orientalische Roller" zu erwähnen - allesamt Rassen, die Teil einer großen Artenvielfalt sind. "Sieben Preisrichter bewerten die Tiere, und es gibt viele große Preise zu gewinnen", sagt der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins, dem Kaninchen- und Geflügelzuchtvereins Mainleus Hans-Jürgen Grampp.
Auch der Züchternachwuchs ist stark, 14 Jugendliche möchten insgesamt 91 Tiere dem breiten Publikum präsentieren und natürlich auch eine gute Bewertung erzielen. Der Jugendleiter des Mainleuser Vereins, Achim Gutsmann, sieht das Engagement der Jugendlichen positiv. "Beim Umgang mit einem Tier ist es wie beim Umgang mit einem Menschen", sagt der Züchter, der bereits seit seinen Kindheitstagen dabei ist.

"Man übernimmt Verantwortung und lernt auch mit Niederlagen oder Verlusten umzugehen." Aber auch die Freude und der Spaß an den Tieren seien wichtig, ebenso wie die Akzeptanz, dass es sich hier um Nutztiere handele.

"Eigene, frische Bioeier zu erzeugen wissen immer mehr Leute zu schätzen." Die Kinder wachsen oft in die Züchterleidenschaft ihrer Eltern hinein, wie auch Helen und Kathrin Brand aus Untersteinach. Sie haben "Bielefelder Kennhühner" in die Sommerhalle eingeliefert und hoffen auf einen Preis. "Letztes Jahr hat mein Hahn ein HV bekommen", erzählt Helen Brand stolz. Ein "Hervorragend" also, womit man durchaus Chancen auf einen Pokal hat.