Der CSU-Ortsverband Neuenmarkt-Hegnabrunn schickt für die bevorstehende Kommunalwahl im März nächsten Jahres einen eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt ins Rennen. Es ist der 42-jährige Alexander Wunderlich, der als VdK-Kreisgeschäftsführer im Landkreis Kulmbach kein Unbekannter ist.

Alexander Wunderlich wohnt seit vier Jahren mit seiner Familie in Neuenmarkt und ist Mitglied des CSU-Ortsverbandes Neuenmarkt-Hegnabrunn und seit den letzten Wahlen stellvertretender Vorsitzender.

Es war für Sie sicherlich keine einfache Entscheidung, zu sagen, ich kandidiere als Bürgermeister?
Das A und O ist, dass die Familie dahinter steht. Gott sei Dank habe ich vor 14 Tagen vom VdK-Landesverband die Zusage bekommen, dass er mich für dieses Amt freistellen würde.
Ich will mich der Aufgabe mit 100 Prozent Einsatz stellen.

In der Kommunalpolitik konnten Sie noch keine Erfahrungen sammeln. Ist das ein Nachteil?
Im Gegenteil. Wenn man die Stimmung in der Gemeinde hört und die Medien aufmerksam verfolgt, dann denkt man, dass vielleicht ein von außen Unbefangener optimistisch und auch positiver die Aufgaben angeht.
Sie kennen Ihre möglichen Gegenkandidaten noch nicht. Warum geht der CSU-Ortsverband mit ihrer Person so bald an die Öffentlichkeit?
Auf was sollen wir warten? Ich bin froh, dass mein Vorstand vom CSU-Ortsverband frühzeitig die Weichen stellt, denn da hat die Bevölkerung Zeit, mich näher kennenzulernen - ob es jetzt beim Einkaufen, bei sportlichen oder anderen Veranstaltungen ist, die ich besuchen werde.

Wer Sie näher kennt, weiß, dass Sie schon von ihrem Beruf her sehr sozial eingestellt und ein Mann des Ausgleichs sind. Sie werden wohl eher einen überlegten und fairen Wahlkampf führen?
Natürlich, das ist mein Ziel. Das Wichtigste ist für mich, aufeinander zuzugehen, zuzuhören, Probleme aufzunehmen und zu versuchen, Brücken zu bauen. Ich denke, das ist nicht nur in Neuenmarkt, sondern auch in anderen Gemeinden des Landkreises Kulmbach der richtige Weg, denn nur im Miteinander kann man praktisch Entscheidungen treffen und auch positiv in die Zukunft tragen. Ich werde meine Mentalität nicht ändern, im Gegenteil. Wir werden aber auch eine offensive Wahlwerbung führen.

Wie stellen Sie sich Ihre Arbeit als hauptamtlicher Bürgermeister vor?
Ich werde zunächst versuchen, Probleme aufzunehmen und anzugehen. Dabei müssen meines Erachtens auch alte Zöpfe abgeschnitten werden und die Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden, nicht mehr auf das Tablett kommen. Dann muss man natürlich sehen, wie man die Gemeinde in ihren grundeigendsten Aufgaben mit der Abwasserent- und der Wasserversorgung, den infrastrukturellen Maßnahmen und bei der Ansiedlung neuer Geschäfte und Gewerbebetriebe nach vorne bringt. Natürlich werden wir versuchen, junge Familien in den Ortskern zu holen und Wohngebiete auszuweisen und zu erschließen. Ich werde zunächst auf die Bürger zugehen und fragen, wo der Schuh drückt.

Die Gemeinde Neuenmarkt hat Entwicklungsmöglichkeiten?
Ja, Potenzial ohne Ende! Die Arbeit fängt natürlich in der eigenen Fraktion an, aber man muss sehen, dass fraktionsübergreifend Lösungen gefunden werden. Es muss auch eine Aufgabe des Bürgermeisters sein, die Gemeinde in der Zusammenarbeit mit allen Fraktionen weiter zu entwickeln.


Zur Person

Alexander Wunderlich, 42 Jahre. Mittlere Reife

Beruf Ausbildung zum Kaufmann, technischer Assistent bei der Firma Tenzler in Lanzendorf, danach Bundeswehr und Weiterbildung im Sozialrecht. VdK Wunderlich hat vor 15 Jahren den VdK-Kreisverband Kulmbach mit damals 4 074 Mitgliedern als Geschäftsführer übernommen. Heute zählt der Kreisverband Kulmbach nahezu 8000 Mitglieder.

Sport Einen Namen hat sich Wunderlich als Fußballer beim TSV Wirsberg, TSV Stadtsteinach, ATS Kulmbach und beim SV Cottenau gemacht. Er geht joggen, fährt Mountainbike und spielt Tennis beim ESV Neuenmarkt-Wirsberg.