Oberstudiendirektor Joachim Meier sagte an die 167 Absolventen: "Sie haben das Qualifying erfolgreich bestanden und können jetzt im Berufsleben voll durchstarten." Investitionen in den Beruf seien krisensicher, krisenresistent und werthaltig. "Sie bringen Zinsen ein Leben lang, selbst noch im Ruhestand durch die Alters- und Betriebsrente."

Das deutsche duale Ausbildungssystem gilt nach den Worten des Schulleiters als das Beste weltweit. "Viele Länder nehmen unser System als Vorbild." Wo andernorts für einen bestimmten Beruf ein Hochschulstudium erforderlich sei, übernähmen in Deutschland Ausbildungsbetrieb, Kammer oder Innung einerseits und die Berufsschule andererseits die Vermittlung der beruflichen Grundkenntnisse.

Von den 167 Absolventen konnten 56 auch mit dem Mittleren Schulabschluss ausgezeichnet werden. Das sind 34 Prozent, und dieser Anteil kann sich nach den Worten von Joachim Meier sehen lassen: "Ihre guten und zum Teil sogar exzellenten Prüfungsergebnisse sind der objektive Beweis dafür. So wie Geldvermögen durch die Inflation an Wert verliert, so verliert auch ihr Beruf durch den ständigen technischen Fortschritt an Wert, wenn Sie nicht auf dem Laufenden bleiben und sich ständig fortbilden." Meier riet den jungen Leuten, neugierig zu bleiben und ihre Ressourcen nicht nur für ein schnelles Fortkommen einzusetzen, sondern vor allem für ein stetiges und sicheres. "Ein zu schnelles Fahren auf der Karrierestrecke kann sie von dem richtigen Weg abbringen. Achten sie auf Sicherheit, so wie ein Formel-1-Rennfahrer."

Dass am Beruflichen Schulzentrum Qualität geboten werde, hob Landrat Klaus Peter Söllner hervor. Den jungen Menschen stehe mit diesem Abschluss die Welt offen. "Es ist ein ungeheuer gutes Gefühl, als junger Mensch gebraucht zu werden. Sie dürfen dieses Gefühl mit hoher Berechtigung haben." Der Landkreis Kulmbach sei darauf angewiesen, "dass unsere jungen, gut ausgebildeten Kräfte auch in der Region bleiben". Die Dankesworte der Absolventen sprach Nadine Schwing, die in Ködnitz zu Hause ist und bei der Firma Raps in Kulmbach den Beruf der Industriekauffrau erlernte.

MdL Martin Schöffel erinnerte in seinem Grußwort daran, dass er sich an der Hans-Wilsdorf-Schule nach seinem Abitur zum Brauer und Mälzer ausbilden ließ. Musikalisch umrahmt wurde die Entlassungsfeier vom Bläserensemble "Quint Essenz".

Die besten Schüler wurden besonders ausgezeichnet.
Staatspreis der Regierung von Oberfranken: Benjamin Weigelt, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Bad Berneck.
Preis des Landkreises Kulmbach: Alexander Füller (1,0), Technischer Zeichner, Theilheim; Moritz Hildner (1,16), Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Markt Erlbach; Ulrike Leykam (1,12), Bürokauffrau, Kasendorf; Kevin Schnitzler (1,14), Technischer Zeichner, Nürnberg; Nadine Schwing (1,0), Industriekauffrau, Ködnitz; Werner Thiem (1,14), Technischer Zeichner, Pottenstein.

Die Klassenbesten erhielten Buchpreise: Thomas Büttner, Brauer und Mälzer, Frensdorf; Tobias Johannes, Mechatroniker für Kältetechnik, Kulmbach; Steve Kuschke, Kfz-Mechatroniker Nutzfahrzeugtechnik, Forchheim; Jens Lippert, Kfz-Mecha-troniker Nutzfahrzeugtechnik, Schwarzenbach/Wald; Michael Mirz, Mechatroniker für Kältetechnik, Kulmbach; Max Nährig, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Mainleus; Nora-Sophie Nickles, Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Nürnberg; Andy Schmitt, Brauer und Mälzer, Weilersbach; Johannes Schneider, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Kulmbach; Steffen Taubenreuther, Industriekaufmann, Trebgast.