Bei Zultenberg am Prelitz, nicht weit vom Flora-Fauna-Habitat-Gebiet und dem idyllischen Fritz-Hornschuch-Naturpfad stand längere Zeit ein alter Wohnwagen auf einem Waldweg. Mitte Juli hatte die Bayerische Rundschau auf den Umweltfrevel aufmerksam gemacht - nun hat sich der Eigentümer bei den Behörden gemeldet.

Förster Martin Meyer von der Forstverwaltung Jarosch zeigte sich im Juli empört über den abgestellten Wohnwagen. In den Wäldern habe er schon viel Müll gefunden, alte Reifen, Restmüllsäcke oder Kühlschränke, aber das sei der "Oberhammer". Das Landratsamt hatte dem Grundstückseigentümer damals empfohlen, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Die konnte allerdings den Eigentümer nicht ermitteln und stellte das entsprechende Verfahren ein. Dennoch wurde via Bayerischer Rundschau weiter um Hinweise gebeten.

Herrenloser Wohnwagen im Wald: Entsorgung hätte 1300 Euro gekostet

Die Entsorgung hätte rund 1300 Euro gekostet, wie Förster Meyer einem eingeholten Angebot hatte entnehmen können. Nun allerdings scheint das Problem gelöst. Die Pressestelle des Kulmbacher Landratsamts teilt dazu aus dem zuständigen Sachgebiet Umweltschutz mit: "Erfreulicherweise konnte aufgrund eines Zeitungsartikels der Eigentümer eines bei Zultenberg abgestellten Wohnwagens ermittelt und eine einvernehmliche Lösung für die Beteiligten gefunden werden. Für die Umwelt sind hier keinerlei Folgen zu erwarten." Weiter heißt es in der Stellungnahme: "Leider müssen wir in den letzten Wochen vermehrt feststellen, dass illegale Ablagerungen in der Umwelt sehr stark zugenommen haben.

Dies ist für uns unverständlich, da im Landkreis Kulmbach die Entsorgung von Abfall sehr gut geregelt ist. Sollten Fragen in Bezug auf den richtigen Entsorgungsweg oder auch Fragen zu möglichen Kosten entstehen, helfen die Kolleginnen und Kollegen der Abfallwirtschaft im Landratsamt Kulmbach sehr gerne weiter. Die Ermittlung von Verursachern sogenannter wilder Müllablagerungen gestalten sich oft schwierig, wenn nicht aussichtslos. Die Entsorgungskosten müssen von der Allgemeinheit getragen werden. In diesen Fällen sind wir für jeden Hinweis dankbar, der dabei hilft, die eigentlichen Verursacher ausfindig zu machen", so das Landratsamt abschließend. Und auch Förster Martin Meyer freute sich über die Lösung: "Das ist super gelaufen". Im Namen der Forstverwaltung Jarosch bedankte er sich bei der Bayerischen Rundschau.