Vermutlich, weil ein Reifen geplatzt war, durchbrach ein Sattelzug die Mittelschutzplanke und stürzte um. Ein mit zwei Insassen besetzter Citroen prallte in die Unfallstelle.

Der Brummi aus der Schweiz war kurz hinter der Rastanlage Fränkische Schweiz auf der rechten Spur in Richtung Berlin unterwegs, als plötzlich an der Zugmaschine ein Reifen platzte. Der Fahrer verlor die Kontrolle über seinen schweren Lastkraftwagen. Er walzte die Mittelschutzplanke auf einer Länge von zirka 50 Metern nieder, bevor er sie durchbrach und auf der Fahrbahn in Richtung Süden im Bereich des rechten Fahrstreifens umstürzte.

Die aufgerissene Mittelschutzplanke ragte mehrere Meter in die Fahrbahn. Der aus Lauf stammende Citroen südwärts fuhr, prallte trotz einer Vollbremsung gegen den Vierzigtonner und anschließend gegen die beschädigte Schutzplanke. Das Autowrack kam völlig demoliert quer zur Fahrbahn zum Stehen. Umherfliegende Fahrzeugteile beschädigten noch einen Mercedes.

Sofort eilten zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk an die Unfallstelle.

Die 43-jährige Fahrerin des Citroen Berlingo und ihr 15-jähriger Sohn erlitten wie durch ein Wunder nur leichte Verletzungen. Der Sattelzugfahrer, ein 24 Jahre alter Mann, blieb unverletzt, seine beiden 27-jährigen Mitfahrer trugen Prellungen davon. Die 48 Jahre alte Mercedesfahrerin erlitt einen Schock. Alle Unfallbeteiligten kamen mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus. Auch ein Hubschrauber war für den Transport im Einsatz.

Die Fahrbahn Richtung Süden musste nach dem Unfall komplett gesperrt werden. Eine weiträumige Umleitung, mit Unterstützung der Autobahnmeisterei Trockau, wurde eingerichtet. Den Einsatzkräften gelang es nach und nach, die Verkehrsteilnehmer, die im über zehn Kilometer langen Stau warteten, entgegen der Fahrtrichtung von der Autobahn zu leiten.

In Richtung Norden war die Autobahn wegen umherliegender Trümmerteilen ebenfalls, zeitweise auf allen Fahrspuren, gesperrt. Gegen 17 Uhr hatte sich der Stau dort wieder aufgelöst.

Die Bergung des beschädigten Brummis, der mit zwei Sportwagen beladen war, gestaltet sich schwierig. An der Unfallstelle lief zudem eine größere Menge Dieselkraftstoff aus.

Der Gesamtschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt.
Die Autobahn war auch am Abend noch ab der Anschlussstelle Bayreuth-Süd in Richtung Süden gesperrt. Ab dort wird auch der Verkehr ausgeleitet. Der Stau reicht noch einige Kilometer, ungefähr bis zur Anschlussstelle Bindlacher Berg zurück.

Die Aufräumungs- und Bergungsarbeiten werden noch bis in die Nacht andauern.