Ab Montag wird es auf der Autobahn A 70 wieder eng. Die Autobahndirektion Nordbayern beginnt mit dem zweiten Bauabschnitt der Grunderneuerung der A 70 zwischen der Anschlussstelle Kulmbach/Neudrossenfeld und dem Autobahndreick Bayreuth/Kulmbach. Wie schon während des erste Bauabschnittes wird dafür eine Fahrtrichtung für geraume Zeit komplett gesperrt.

Nur eine Fahrbahn

Nachdem im vergangenen Jahr die Richtungsfahrbahn Bamberg komplett grunderneuert wurde, erfolgt in diesem Jahr die Erneuerung der Gegenfahrbahn in Richtung Bayreuth.Dazu wird diese Fahrbahn stillgelegt und der Verkehr auf die Fahrbahn Richtung Bamberg umgeleitet. Hier steht dann für jede Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Diese Verkehrsführung erfordert unter anderem die Aufstellung einer acht Kilometer langen durchgehenden Betontrennwand, die nur unter Vollsperrung der Richtungsfahrbahn verkehrssicher aufgebaut werden kann.

Drei Nächte lang dicht

Deshalb muss die A 70 in Fahrtrichtung Bamberg in den drei Nächten vom Montag, 17. März, bis zum Donnerstag, 20. März, jeweils von 19 Uhr bis 6 Uhr komplett gesperrt werden.
Nach Umlegen des Verkehrs beginnen die eigentlichen Hauptarbeiten zur Grunderneuerung der Fahrbahn Richtung Bayreuth. Die Arbeiten umfassen, wie an der Fahrbahn Richtung Bamberg auch, die komplette Erneuerung der Fahrbahn und aller Unterführungsbauwerke. Hinzu kommen noch die
Errichtung eines Überführungsbauwerkes am Harsdorfer Berg und die Errichtung von Lärmschutzwällen beziehungsweise Lärmschutzwänden bei Oberbrücklein, Waldau und Harsdorf.

Fertig bis Jahresende

Bis Ende dieses Jahres sollen alle Arbeiten weitgehend abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten der Maßnahme, die vom Bund getragen werden, betragen nach Auskunft der Autobahndirektion rund 50 Millionen Euro.
Die A 70 ist nach Einschätzung der Autobahndirektion eine zentrale Ost-West-Verbindung von Schweinfurt über Bamberg nach Bayreuth und in der Verlängerung über die Bundesstraße 303 nach Tschechien. Im Zuge der Grunderneuerung wird nicht nur der allgemeine bauliche Zustand der Fahrbahn verbessert. Es werden auch Kurven entschärft und Steigungen abgeflacht. Um die Sicherheit zu erhöhen, erhalten die erneuerten Fahrbahnen einen Standstreifen. Sie haben künftig eine Breite von jeweils elf Metern.
Für den ersten Bauabschnitt, der im November 2013 abgeschlossen werden konnte, waren rund 200 000 Kubikmeter Erde bewegt, rund 100 000 Tonnen Asphaltmischgut und 100 000 Kubikmeter Frostschutz eingebaut worden. Außerdem entstanden 16 Kilometer Entwässerungsleitungen und vier Rückhaltebecken.
Insgesamt soll der Ausbau der A 70 im Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck und Neudrossenfeld rund 50 Millionen Euro kosten. red